„Felix Schnabel“ – das studentische Kultbuch erscheint neu

Es ist eines der Kultbücher studentenhistorischer Provenienz schlechthin, und das schon seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1835 – August Jägers „Felix Schnabels Universitätsjahre oder: Der deutsche Student“. Im März 2022 wird es soweit sein. Mit 30 Prozent Preisvorteil können Sie es hier aber bereits jetzt subskribieren, kombiniert mit dem aktuellen Tagungsband des AKSt: zwei Bücher jetzt für 35 statt für 50 Euro! Bestellungen bitte an akst@sebastiansigler.de.

Felix Schnabel ist ein hochintelligenter Goldjunge – so denken seine Eltern. Alle seine Schwierigkeiten können nicht an ihm liegen – so denken seine Eltern. Am Ende versumpft er vollkommen im studentischen Leben, und das ist keine Überraschung – für den Leser. August Jägers Roman beweist, wie schädlich Helikoptereltern sein können. Er führt leichtfüßig, aber ohne zu beschönigen, in die Sprache und Welt des studentischen Verbindungslebens ein. Vor allem aber wird hier erstmals in der studentischen Kultur die Topographie eines manifesten Netzwerkes von Verbindungen heutiger Prägung aufgezeigt und mit lexikalischer Präzision beschrieben. Es handelt sich um das zeitlich älteste Netzwerk altlandsmannschaftlicher Art, aus dem im übrigen rund zwei Jahrzehnte nach dieser Bestandsaufnahme der KSCV entstehen sollte.

Zugabe zum Selbstkostenpreis: der AKSt-Tagungsband Jena 2019

Jäger wurde 1827 in Jena in das Corps Franconia rezipiert und trug auch, wie seine Romanfigur, das Band der Hallenser Märker. In seinem Roman arbeitet er sich von Halle und Jena aus durch das akademische Deutschland um 1830, wobei auch der literarische Held neben dem Band der heute längst untergegangenen Marchia Halle wie sein Schöpfer das Jensche Frankenband trägt – ebenso wie das Band der Hildesia Göttingen, heute Hildeso-Guestphalia, und dazu noch das Band der Saxo-Borussia Heidelberg. Corpsstudenten, wie Jäger einer war, persiflierten mit ihren Saufgelagen die Adelsgesellschaft, die auch damals schon teilweise untergegangen war, auf durchaus derbe Weise. Autobiographische Bezüge zum literarischen alter ego Schnabel sind daher ausdrücklich nicht ausgeschlossen, zumal der reale Jäger später die Biographie eines Adeligen schreiben sollte – die des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, dessen Schloß nebst wundervollem Park heute noch an der Neiße im polnisch-deutschen Grenzgebiet besichtigt werden kann.

Jetzt ganz einfach bestellen! Mail an akst@sebastiansigler.de, dann kommt der Felix Schnabel direkt nach Erscheinen portofrei vom Verlag, davor schon erhalten Sie mit getrennter Rechnung den Tagungsband Jena 2019 ebenfalls portofrei.

Zusammen zahlen Sie 35 Euro und keinen Cent mehr.
Prachtvolle Jugendstil-Anmutung: Henning Kahmanns Neuausgabe des legendären „Felix Schnabel“ aus Anlaß des 200. Stiftungstages der Jenschen Franken

Die Korporationssysteme entwickelten sich um 1835 gerade erst, und aus dem hier obligatorischen, neuartigen, engen Freundschaftswesen wuchs – immer kritisch beäugt und zweitweise energisch verfolgt durch der politischen Polizei – zu einem Gutteil die Opposition heran, die 1848 in die demokratische Revolution tragen sollte. Selbst der ausschließlich an Bier und Mädchen und korporativen Ehren interessierte Felix Schnabel stolpert am Ende in die politische Haft. Aber bis dahin geht es hoch her in Jena, Leipzig, Halle, in Erlangen, Würzburg und Göttingen, Marburg, Gießen und Heidelberg, Straßburg und Freiburg, Tübingen, München und anderswo. Felix Schnabels Studentenleben wird durch Jägers eindrücklichen und kenntnisreichen Bericht für die nächsten hundert Jahre zum Musterbeispiel – allerdings nicht für wissenschaftlichen Fleiß.

August Jägers Satire über den verlottertsten Studenten des neunzehnten Jahrhunderts ist sein bekanntestes Werk und eine lohnende Entdeckung. Es ist damit zugleich ein kulturgeschichtliches Dokument und ein überraschend zeitloser Lesespaß. Henning Kahmann Franconiae Jena arbeitet anlässlich des 200. Stiftungstags seines heute in Regensburg ansässigen, ursprünglich aus Jena stammenden Corps an einer Neuauflage des „Felix Schnabel“, die bereits im November dieses Jahres erscheinen soll. Über den AKSt können Sie den neuen „Felix Schnabel“ subskribieren und zugleich den aktuellsten Tagungsband erwerben, denn 2019 fand die deutsche Studentenhistorikertagung in Jena statt. Einzeln kosten die Bände 50 Euro – 28 der „Felix Schnabel“ und 22 unser Tagungsband Jena 2019 – wir bieten beide zusammen bis zum Tag der offiziellen Neuerscheinung des „Felix Schnabel“ für 35 Euro an. Den Tagungsband 2019 Jena erhalten Sie sofort und portofrei vom AKSt, den „Felix Schnabel“ nach Erscheinen vom Verlag, ebenfalls ohne Portokosten.

August Jäger
Felix Schnabels Universitätsjahre oder Der deutsche Student

Ein Beitrag zur Sittengeschichte des neunzehnten Jahrhunderts

Mit Anmerkungen aus dem Burschicosen Wörterbuch von 1846
Herausgegeben von Henning Kahmann, Erscheinungstermin: November 2021
ca. 500 Seiten, Halbleinen, Fadenheftung, Leseband, 12,5 × 20,5 cm, ISBN 978-3-946595-15-1
später (D) € 28,00, (A) € 28,80, (CH) SFr 38,00 (UVP), auch als E-Book erhältlich

Schon jetzt bei uns zusammen mit dem Tagungsband Jena 2019 für nur 35 statt 50 Euro!

Angebot gültig bis zum Erscheinungstag im November, bitte bestellen unter akst@sebastiansigler.de

August Jäger, geboren 1808 in Ringelheim, heute ein Stadtteil Salzgitters, schrieb häufig unter dem auf seinem studentischen Spitznamen fußenden Pseudonym August von Schlumb. Sein erstes Buch „Der Deutsche in Algier“ berichtete 1834 von seiner Zeit in der Fremdenlegion. Dorthin war er während einer turbulenten Universitätszeit geraten, die er in seinem zweiten Buch als Geschichte Felix Schnabels verarbeitete. In der Folge wurde er durch mehrere Veröffentlichungen zu einem wertvollen Chronisten des politischen Exils der 1830er Jahre in der Schweiz, in Paris und London. 1839 aus dem Ausland zurückgekehrt, arbeitete er in Leipzig am Brockhaus mit und schrieb neben anderem die bereits erwähnte Biographie des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, die 1843 erschien. Seine Begegnungen im kleinen Fürstentum Anhalt-Köthen führten ein Jahr später zum adelskritischen Schlüsselroman „Der Roué“. Sein letztes Buch war 1846 ein Fachbuch über das orientalische Pferd. Mitte 1847 musste er wegen der paralytischen Folgen einer Syphiliserkrankung in die Irrenanstalt Nietleben bei Halle eingeliefert werden. Hier starb er mit nur vierzig Jahren im Dezember 1848.

Schreibe einen Kommentar