Studentenhistoriker aller Couleur trauern um Professor Harald Lönnecker

Im Alter von nur 58 Jahren ist der profilierte Historiker, Archivar, Jurist und überaus engagierte Burschenschafter einer plötzlichen Erkrankung erlegen, deren Eintreffen indes befürchtet werden mußte. Die Studentenhistoriker sind – über alle Verbandsgrenzen hinweg – in tiefer Trauer vereint. Lönnecker hinterläßt in Wissenschaft, Studentengeschichte und im kollegialen Diskurs eine Lücke, von der sich niemand vorstellen kann, wie sie zu schließen sein wird. Das tiefe Mitgefühl aller Studentenhistoriker gilt seiner Witwe.

Harald Lönnecker 2019 in Jena, auf der 79. deutschen Studentenhistorikertagung. Bild: Claus-A. Revenstorff

Die Liste der Veröffentlichungen Harald Lönneckers ist unglaublich. Schier photographisch war sein Gedächtnis, wenn es um Ereignisse, Zusammenhänge und Hintergründe ging. Ausgezeichnet war sein durch themenübergreifendes, fundiertes Wissen gestützter Rat. Anläßlich großer, durch Universitäten veranstaltete Tagungen war ein ums andere Mal er es, der regelmäßig den entscheidenden Akzent setzte, und zwar unter bewußter Nennung und Diskussion der Beiträge Korporierter, vor allem: Burschenschafter. Ein Beispiel war die auf diesem Portal besprochene Konferenz auf der Wartburg über Eisenach anläßlich des 200-Jahres-Jubiläums des Wartburgfestes.

Wohl eines der letzten Bilder: Harald Lönnecker auf dem 100. Stiftungsfest der Kölner Germanen, nach der von ihm gehalteten Festrede. Bild: Gerhart Berger

Lönnecker warmit Leid und Seele Burschenschafter. Er trug das Band der Normannia Leipzig zu Marburg, der Normannia Leipzig sowie der Germania Kassel. Die Burschenschaft Ghibellinia Prag zu Saarbrücken, deren Bundesgeschichte er zuvor verfasst hatte, verlieh ihm im Jahre 2010 ihr Ehrenband, und auch die Deutsche Burschenschaft insgesamt hat ihm diese Ehrung zuteilwerden lassen. Bereits seit 1995 war er unter anderem als Leiter des Archivs der deutschen Burschenschaften am Bundesarchiv in Koblenz tätig. Zu großem Dank ist ihm auch die Deutsche Sängerschaft verpflichtet, deren Gesamtarchiv er 1992 entdeckt und auf mehreren tausend Seiten aufgearbeitet hat. Wie sehr hat es ihm schließlich jeder Studentenhistoriker, ja, jeder ideologiefrei denkende Historiker gegönnt, daß Lönnecker den mehr als verdienten Professorentitel nach vielen Jahren mit ungerechtfertigten und meist politisch motivierten Anfeindungen erlangen konnte. Längst war er da bereits verbandsübergreifend zum akademischen Lehrer aller Studentenhistoriker und zum hochgeschätzten Kollegen der korporierten Lehrstuhlinhaber geworden. Es kann indes keine bessere Würdigung geben, als ihn selbst zu Wort kommen zu lassen. Daher bringen wir seinen Beitrag zur 79. deutschen Studentenhistorikertagung in Jena – unten folgend. Fiducit, Harald Lönnecker!

Sebastian Sigler

Wohl dier letzte studentenhistorische Tagung, die Harald Lönnecker mitprägen konnte: gemeinsame Tagung des AKSt und der HfJS in Heidelberg, November 2021. Auf diesem Bild von Bernhard Grün ist Lönnecker als Zuhörer neben dem Rektor und dem Hochschulrabbiner der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zu erkennen, Gerhard Berger trägt vor.

Nicht nur für die burschenschaftliche und sängerschaftliche Geschichtsforschung ein unfassbarer Verlust, sondern für Alle, die über Verbandsgrenzen hinaus historisch tätig sind – vom rein menschlichen Verlust ganz abgesehen. Fiducit, Prof. Dr. Dr. Harald Lönnecker!

Prof. Harald Seewann, Graz

Harald Lönnecker †

„… eine dringende Mahnung an alle Deutschdenkenden zur Einigkeit“

Die Berliner „Reichsveranstaltungen“ der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC) 1920 – 1934

Daß die bürgerlichen Männergesangvereine eine der Säulen der deutschen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts waren, ihre Zahl nach Tausenden zählte und die ihrer Mitglieder um 1930 et­wa 1,2 Millionen erreicht hatte, ist bekannt.[1] Neben ihnen exi­stierten aber auch Gesangvereine auf den Universitäten und Hochschu­len. Innerhalb der mehr und mehr anschwellenden bürger­lichen Sängerbewegung stellten die Akademiker eine Wissen und Lei­stung kumulierende Elite dar, die „akademische Sänger­schaft“. Sie bildeten ein informelles Netz, früh als „Sän­geraristokra­tie“ be­zeichnet, Vorstände und Dirigentenpulte be­herrschend, nach außen für den Nichtzugehörigen so gut wie unsichtbar.[2] Dies hatten sie mit den akademischen Turnern ge­mein, deren Funkti­on und Stellenwert für die bürgerlichen Turn­vereine ähnlich war.[3]

Vertraut sind wir zumeist mit dem Begriff der „Burschen­schaft“, vielleicht auch noch dem Corpsstudenten, wie ihn vor allem der „Simplizissimus“ um die Wende zum 20. Jahrhundert (über)zeichnete. Kaum jemand weiß aber von der Vielfältigkeit des Studententums, der Verbindungen oder Korporationen und ihrer Geschichte, ihrem Leben und Umgang – ihrer Binnenethik, dem Comment –, weiß, daß es auch im akademischen Raum eine Gruppe von studentischen Vereinigungen gab und gibt, die der Musik und dem Gesang satzungsgemäß huldigen. Diese Grup­pe – zugleich studentische Korporation und Männerchor – fand ihre Ausprägung im „Akademischen Gesangverein“, im „Sängerver­ein“, in der „Sängerschaft“.[4] Die akademischen Sänger verstehen sich jedoch nicht als Verein, sondern als Erziehungs­gemeinschaf­ten mit Lebensbundprinzip. Das heißt, der Beitritt – die „Aktiv­meldung“ – ist nur dem Studenten möglich, die Mitgliedschaft endet im Regelfall durch den Tod. Sie tragen als äußere Kenn­zeichen zum Teil Band und Mütze, pflegen die un­bedingte Satis­faktion und das Duell sowie die Mensur als Erzie­hungs- und Auslesekriterium, benutzen die spezifische Stude­ntensprache und weisen eine einem bürgerlichen Gesangverein völlig fremde Struktur auf, indem sie in „Aktive“ und „Alte Herren“ (AH) – studierende und examinierte Mitglieder – zerfal­len, wobei in der Regel nur die Studenten den Chor bilden.

Die Chöre hatten im­mer eine hohe Fluktuation, da die Aktiven selten länger als acht bis zehn Semester zur Verfügung stehen. Trotz­dem sind die Lei­stungen bedeutend. So stellten etwa die 1822 bzw. 1849 gegrün­deten Leipziger Sängerschaften zu St. Pauli und Arion bis 1935 den Chor des Gewandhauses und teilweise der Dresdner Staats­oper. Arion vertrat regelmäßig die Thomaner in den Schul­ferien. Die akademische Musik zu Rektorats- und Dekanats­wechseln, Einführung und Verabschiedung von Profes­soren, Promotionen, Gottesdiensten, Kaiser- bzw. Königs­ge­burtstagen, Reichsgrün­dungsfeiern, Trau­erfeiern, Gefallenen­geden­ken, usw. in Berlin und Wien, Prag und Brünn, Breslau, Halle, Leipzig, Jena, Mün­chen, aber auch an den kleine­ren deutschsprachigen Universitä­ten wie Kiel, Rostock, Greifs­wald, Königsberg, Mar­burg, Würz­burg, Erlangen oder Tübin­gen, Graz oder Innsbruck – all dies war ohne die Sängerschaften nicht oder kaum denkbar.

Grundlage dieser Entwicklung sind die besonderen, den deutschen Studenten kennzeichnenden Faktoren:[5] Zunächst ist das Studententum eine zeitlich begrenzte Phase im Leben junger Erwachsener, die ein ausgeprägtes, studentische Traditionen weitergebendes Gruppenbewußtsein aufweisen und daher we­nig soziale Kontakte zu anderen Schichten pflegen. Studenten sind familiärer Sorgen weitgehend ledig, auf Grund des deut­schen, wissenschaftlichen und nicht erzieherischen Studiensy­stems in ihrem Tun und Lassen ausgesprochen unabhängig und wegen ihrer vorrangig geistigen Beschäftigung wenig auf vor­handene Denkmodelle fixiert. Bis weit in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein begriffen sich Studenten als Elite, die als Akademiker die führenden Positionen des öffentlichen Lebens einnehmen würden. Damit ging eine anhaltende Überschätzung der eigenen Rolle einher, aber auch eine Seismographenfunktion gesellschaftlicher Veränderungen. Mehr noch, studentische Ver­bindungen hatten für die politische Kultur des bürgerlichen Deutschland von jeher eine Leitfunktion, spiegeln die Vielgestal­tigkeit des gesellschaftlichen Lebens und sind mit den Proble­men der einzelnen politisch-gesellschaftlichen Kräfte und Grup­pen verzahnt. Zugleich war die Zugehörigkeit zu einer Verbin­dung für viele führende Persönlichkeiten und zahlreiche Akade­miker des 19. und 20. Jahrhunderts ein konstitutives Element ihres späteren Lebens, das nicht zu überschätzen, keinesfalls aber auch zu unterschätzen sein sollte.

Studenten haben immer musiziert und gesungen. Hoch­schulunabhängige studentische Vereinigungen mit Ge­sangsprin­zip haben indes in den Freiheitskriegen ihre Wurzeln – in der unter dem Einfluß von Friedrich Ludwig Jahns Volkstumslehre, christlicher Erweckung und patriotischer Freiheitsliebe stehen­den antinapoleonischen Nationalbewegung deutscher Studen­ten. Als erster fest organisierter Studentenchor entstand inner­halb der im Juni 1815 gegründeten Jenaer Burschenschaft ein „Verein für Männergesang“. Ein Beteiligter, der spätere Lehrer Christian Eduard Leopold Dürre, schrieb: „Es war dieser Män­nerge­sang­verein, wie ich fest glaube, der erste auf einer Univer­sität einge­richtete.“ Er trat erstmals Anfang 1816 auf und wurde von August Daniel von Binzer dirigiert. Sogar Goethe hörte Ge­sang und Musik gern zu, die mit der ersten Unterdrückung der Bur­schenschaft 1819 mehr und mehr in den Hintergrund traten und 1822 endgültig verschwanden. Dennoch, an zahlrei­chen Univer­sitäten gab es seither studentische Chöre und Musikver­eine.

Die ältesten der insgesamt etwa 250, sich nur dem „Sanges­prinzip“ verschreibenden und kaum oder nicht burschenschaft­lich-politisch orientierten Verbindungen entstanden um 1820 in Leipzig und Breslau: Die heutige „Leipziger Universitäts-Sänger­schaft zu St. Pauli in Mainz“ und die „Sängerschaft Leopoldi­na-Breslau zu Köln“, der Johannes Brahms – wie Anton Bruckner und Richard Wagner selbst akademischer Sänger – 1878 seine „Akademische Festouvertüre“ widmete. Die ersten belegbaren Kontakte zwischen den Sängern gab es 1829 und 1836, doch setz­ten erst um 1860 Bestrebungen in Richtung auf einen Zusam­menschluß in einem größeren Verband ein. Der älteste ist der 1867 aus einem Vertrag – einem „Kartell“ – zwischen der „Aka­demischen Liedertafel (ALT) zu Berlin“ und dem „Akademi­schen Gesangverein (AGV) zu München“ hervorgegangene „Kartellverband deutscher Universitäts- bzw. Studenten-Gesang­vereine“ (KVdUGV bzw. KVdStGV), der 1897 zum noch heute existierenden „Sondershäuser Verband“ (SV) wurde. Daneben bildeten sich ab etwa 1880 der „Rudelsburger Kartellverband“ (RKV) und das „Österreichische Kartell“, um 1890 der „General­convent“ (GC) und als letztes das „Technische Trikartell“ (TTK) an Technischen Hochschulen.

Die vier letztgenannten schlossen sich Anfang Juli 1896 zum „Deutsch-Akademischen Sänger­bund“ (DASB) zusammen, aus dem über mehrere Zwischenstu­fen – 1900 „Meißner Chargierten-Convent“ (MCC), 1901/03 „Weimarer Chargierten-Convent“ (WCC), 1919 „Verband Deut­scher Sängerschaften“ (VDS) – 1922 die „Deutsche Sängerschaft“ (DS) entstand. 1914 zählte sie etwa 5500, um 1930 etwa 12000 Mitglieder,[6] darunter nicht nur alle bedeutenden Namen des deutschen Männerchorgesangs von Abt bis Zöllner einschließlich Oberstudienrats Prof. Dr. Richard Kötzschke, des ersten Histo­riographen und bedeutenden Funktionärs akademischer wie bürgerlicher Vereine,[7] sondern auch Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler oder Komponisten wie Hans Pfitzner. Dazu kamen Generale wie Erich Ludendorff – 1921 gemeinsam mit Paul von Hindenburg Ehrenmitglied – oder der Planer der Somme-Schlacht 1916, Hermann von Kuhl,[8] Literaten wie Hans Grimm oder Erwin Guido Kolbenheyer [9] und Nobelpreisträger – 1927 für die Entdeckung der Malaria-Impfung zur Bekämpfung der pro­gressiven Paralyse – wie Julius Wagner Ritter von Jauregg.[10]

Der Erste Weltkrieg bedeutete eine tiefe Zäsur, schlagartig verstummte die Mehrzahl der Sänger, die meisten wurden Sol­daten.[11] Nur vereinzelt ertönte Gesang, ab 1915/16 vor allem von Verwundeten und als kriegsbeschädigt entlassenen Heimkeh­rern, die verschiedene Chöre aufzubauen vermochten, deren Mitgliedschaft ebenso stark schwankte wie ihre Größe. Zuweilen verschwanden sie zeitweise wieder, nur die ehemals personell starken Sängerschaften in Leipzig, München und Wien – 200 bis 250 Sänger waren keine Seltenheit – vermochten über die Kriegs­zeit halbwegs Kontinuität zu bewahren. Als im November 1918 der Krieg zu Ende war, waren über 1.000 Sängerschafter gefallen, rund 20 Prozent der Gesamtzahl von 1914. Prozentual erlitten die Sängerschaften die schwersten Verluste von allen Korpora­tionen.[12]

Die neu oder wieder an die Hochschulen strömenden Stu­denten ließen die Mitgliederzahlen der Sängerschaften anschwel­len.[13] Die Kriegsstudentengeneration verließ bis 1923 die Hoch­schulen. Die nachfolgende übernahm den antibürgerlichen Geist der Jugendbewegung, politisierte, radikalisierte und militarisier­te ihn aber. Diese Generation kannte nicht mehr die Front, hatte wohl aber die Entbehrungen der Nachkriegszeit, die Revolution, das Versagen des Staatsapparates, Putsche, Hunger, Inflation und feindliche Besetzung deutscher Gebiete miterlebt. Sie verließ spätestens gegen Ende der zwanziger Jahre die Hochschulen und machte der nächsten Platz, die ihr Studium angesichts von Welt­wirtschafts- und Überfüllungskrise sowie bedrückender beruf­licher Aussichten begann.

Allen Generationen waren Enttäu­schung, Skeptizismus und Zynismus eigen, aber auch ein eng mit der Hoffnung auf einen Aufbruch, auf etwas Großes und Neues verbundener Idealismus, der „neues Volksleben“ aus der „Zertrümmerung der Gegen­wart“ schaffen wollte, eng verzahnt mit einer besonderen „An­fälligkeit für das Grundrauschen der völkisch-antisemitischen Publizistik der Weimarer Jahre“.[14] Für diese Studenten kenn­zeichnend war ein hohes Selbstwertgefühl und das Bewußtsein, die Speerspitze bei der Durchsetzung natio­naler Interessen zu sein, gesehen als eine naturgesetzliche Not­wendigkeit, die zur uneingeschränkten Bekämpfung der identifi­zierten Feinde des eigenen Volkes berechtigte. Solchen Vorstel­lungen lag eine elimi­natorische, vermeintlich rationale „Ethik“ zugrunde, die konse­quenterweise alle moralischen Bindungen ablegte und sich allein durch den Bezug auf die Interessen des eigenen Volkes rechtfer­tigte. Gepaart war dieses Denken mit einer Kombination aus radikalem politischen Engagement und büromäßiger Organisa­tion, aus nationalistischer Begeisterung und „sachlicher Arbeit“, aus „Heroismus“ und „Realismus“, die den generationellen Stil der akademischen Nachkriegsjugend ausmachte, dazu einem eli­tären Idealismus sowie der Attitüde der Kühle, Sachlichkeit und der unbedingten Leistungsbereit­schaft huldigte. Das alles runde­ten die „Absage an die Republik“ – so Rainer Pöppinghege – und ein rassenbiologisch gefärbter Antise­mitismus ab, wodurch dem einzelnen die Gewißheit vermittelt wurde, sich von der liberalen und demokratischen Umwelt durch „Weltanschauung“, von den älteren „national“ oder „kon­servativ Denkenden“ aber durch Ra­dikalität und Härte zu unter­scheiden. Zusammengefaßt machte dies alles jenen „Heroischen Realismus“ aus, der ein Schlüsselbe­griff zum Verständnis von Gedankenwelt und Handlungsper­spektiven der jungen akade­mischen Rechten in der Weimarer Republik ist.[15]

Ein besonderes musikalisches Ereignis waren seit 1925 die Berliner Reichskonzerte der DS. Sie galten als Schaufenster des Verbands, in dem dieser einer musikalisch-kulturell und an der Chormusik interessierten Öffentlichkeit zeigen konnte, was er auf dem Gebiet des traditionellen vierstimmigen Männerchor­gesangs zu leisten im Stande war.[16] Waren sonstige Veranstal­tungen „grundsätzlich nach innen gerichtet, so wirkten dagegen die Reichsgründungskommerse“ und die mit ihnen verbunde­nen Konzerte „bewußt nach außen“ und blieben stets dem klas­sischen Männerchorideal verpflichtet.[17] Zwar schwang auch hier stets ein „deutsches Bekenntnis“ mit, es wurde jedoch eher kul­turell und ästhetisch begriffen und niemals so lautstark ver­tre­ten, wie es auf den Sängerschafterwochen oder den alljähr­lichen Verbandstreffen, den Bundestagen, der Fall war. Stärker hervor trat das Politische erst zu Anfang der dreißiger Jahre.

Die Reichskonzerte fußten auf den seit über zwei Jahrzehn­ten veranstalteten Reichskommersen. Sie wurden als Veranstal­tung erst des DASB, dann des CC, des VDS und schließlich der DS von der „Ortsgruppe Berlin“ ausgerichtet, der örtlichen Vereinigung der alten Sängerschafter.[18] Die Ortsgruppe bildete sich vor der Jahreswende 1897/98 und veranstaltete Mitte Januar 1898 einen ersten Festkommers zur Erinnerung an die Reichs­gründung am 18. Januar 1871,[19] dem 1899 der erste „Bundeskom­mers“ des DASB in Berlin unter dem Präsidium „Dr. Schnellers (Germ[ania] B[erlin])“ folgte.[20] Endgültig nach der Gründung des Chargierten-Convents „traten die AH.AH. zu einer Ortsgruppe des CC. zusammen und feierten im März 1902 den ersten CC.-Kommers“.[21] Seither fand jedes Jahr um den 18. Januar anläß­lich des Jahrestages der Reichsgründung ein Kommers statt, zu dem in den „frühen Jahren […] unverbindliche Einladungen hin­aus“ gingen. Ab 1903 „stiegen“ die Kommerse meist im Motiv­haus in Charlottenburg, „wo sich gewöhnlich gegen 150 Alte Herren zu fröhlichem Beisammensein“ vereinten.[22] Das Motiv­haus gehörte dem 1847 an der Bauakademie gegründeten Aka­demischen Ver­ein Motiv, im wesentlichen eine Architekten-Ver­einigung, die ihre „Hauptaufgabe“ in der „Pflege des Gesanges“ sah.[23] Als Dank für die Überlassung des Hauses wurden von den Sänger­schaftern meist einige „Motiver“-Lieder in das Kommersreper­toire aufgenommen.[24]

Das Jahresprogramm erweiterte sich seit Sommer 1903 um „Spritzen und Sängerfahrten“ in die Umgebung Berlins, nach Freienwalde, Oranienburg und an den Scharmützelsee. Im Win­ter kamen Museums-, Theater- und Konzertbesuche hinzu. 1908 begann die Reihe der Kommerse im Lehrervereinshaus am Alexanderplatz, von denen besonders der 1910 veranstaltete mit über 400 teilnehmenden Sängerschaftern „überaus erfolgreich“ war. „Immer mehr gewöhnte man sich auch draußen im Reiche, in den Berliner Reichskommersen Veranstaltungen zu sehen, die möglichst glanzvoll zu gestalten im Interesse des Gesamt-CC lag.“[25] Der Austritt des RKV aus dem WCC 1911 unterbrach die „Aufwärtsbewegung“ dieser Reichskommerse, die dennoch bis 1914 weiter stattfanden.[26]

Nach der Gründung des VDS Ende Juli 1919 fand der erste Reichskommers unter Leitung des Leipziger Arionen Dr. Fritz Tänzler Anfang 1920, am 6. Februar, im Schubertsaal der Sing­akademie statt. „Er gestaltete sich zu einer erhebenden Feier und zu einem schönen Bekenntnis zum Vaterland und zum deut­schen Sängerschaftsgedanken; im Mittelpunkt stand die ausge­zeichnete Festrede von Hofprediger Doehring-Saliä.“[27] Zwischen 1921 und 1925 tagte man in den Kammersälen, seit 1926 meist im Kaisersaal des Hotels „Rheingold“.[28] Bruno Doehring, Alter Herr der Sängerschaft Salia Halle, Be­gründer der protestantisch-kon­servativen Christlich-deutschen Bewegung und später deutsch­nationaler Reichstagsabgeordne­ter, sprach auch 1927 und beton­te wie­derum, „es geht nicht um Partei­doktrinen, es geht nicht um ir­gendwelche Formalien, son­dern es geht ums deutsche Le­ben“.[29] Der „Verband Alter Sängerschafter – Ortsgruppe Berlin“ war jetzt die mit Abstand größte im deutschsprachigen Raum. 1925 zählte sie 371, 1929 446 Mitglieder, in der Mehrzahl Ärzte, Anwälte und Gymnasiallehrer, aber auch Mitglieder der Reichs­regierung, des Reichstags und des Berliner Magistrats sowie hö­here Beamte der Reichs- und preußischen Ministerien, Führungs­kräfte aus Banken und Industrie, Gewerbe und Handel.[30] Das sich die Berliner Ortsgruppe 1920 „eine festere Verfassung“ gab und einen „fünfgliedrigen Vorstand“ einrichtete, dessen eher repräsentatives Präsidium stets ein Alter Herr der in der DS präsidierenden Sängerschaft führte, zog eine verbesserte Vorbe­reitung und Organisation der Kommerse nach sich. Der Vor­stand bestimmte den DS-Vertreter beim Deutschen Sängerbund – 1862 gegründeter Verband der bürgerlichen Gesangvereine im deutschsprachigen Raum –, zugleich Vorstandsmitglied des Berliner Sängerbundes, Regierungsrat Dr. Carl Naumann,[31] zum dauernden „Geschäftsleiter“ – auch: Geschäftsführer – und Rechtsanwalt Dr. Wilhelm von Quillfeldt[32] zum Liedermeister oder „Liederwart“, unter dessen Leitung „wir auf den A.H.-Abenden […] ein- und mehrfach besetzte Quartette, die auch die Gesellschaftsabende verschönten“, sangen. Beide waren sowohl für die Durchführung der Kommerse verantwortlich wie für die sonstigen Veranstaltungen: 1926 und 1927 Dampferfahrten, Aus­flüge und Vorträge, die vor den Akademikern meist von Hoch­schullehrern, Politikern und sogar von Mitgliedern der Reichs­regierung gehalten wurden.[33] So sprachen Reichsjustizminister Rudolf Heinze und der DNVP-Vorsitzende Kuno Graf Westarp – beides VDSter – sowie drei Burschenschafter, Reichsjustiz­mi­ni­ster Curt Walter Joël, Reichsaußenminister Gustav Stresemann und Reichsinnenminister und Vizekanzler Karl Rudolf Jarres, dazu Reichswirtschaftsminister Eduard Hamm (AGV München / SV) und schließlich noch der den katholisch-konfessionellen CV-Ver­bindungen Langobardia München und Badenia Straßburg – heu­te Bayreuth und Frankfurt a. M. – angehörende Reichskanz­ler Heinrich Brüning.[34]

Quillfeldt und Naumann taten noch mehr. Von Quillfeldt, der seit 1913 den gemischten Chor der Berliner Vereinigung Al­ter Sängerschafter (VAS) dirigierte,[35] stammte der Gedanke, „mit dem Reichskommers ein öffentliches Konzert zu verbinden“. Als seit 1922 amtierender Dirigent Alanias setzte er durch, „daß die drei Berliner Sängerschaften Alania, Askania und Germania ge­meinsame Singübungen mit den Alten Herren der Ortsgruppe Berlin abhielten“[36] und ihre Sänger im Februar 1923 im „Chor der Berliner Sängerschaften“ vereinig­ten. Das hatte zur Folge, daß es Einzelauftritte Germanias, Ala­nias und Ascanias kaum mehr gab. Aber angesichts des „großen öffentlichen Erfolges des gemeinsamen Chores werden die, wel­che immer wieder Einzel­konzerte der einzelnen Sängerschaften verlangen, sich doch wohl eines besseren besinnen. Ein Männer­chor, der 20 bis 30 Mitglieder hat, müßte lauter erstklassige Stim­men haben oder einen überragenden Musikpädagogen als Leiter (wie seinerzeit Bellermann),[37] der die Sisyphusarbeit auf sich nehmen muß, einen dauernd im Mitgliederbestande wechseln­den Chor musi­kalisch meist sehr ungeübter Stimmen ewig neu zu drillen. Aber so ideale Männer wachsen nicht im Dutzend!“[38] Quillfeldt „führ­te die Germania-Berlin an ihrem 60jährigen Stiftungsfest zum großen Erfolg; er wurde h. c. Germanen-A.H“, das war 1927. Drei Jahre später, 1930, veran­staltete Germania ihr letztes eigenes Konzert in der Universität.[39]

Nachdem der Chor der Berliner Sängerschaften unter Lei­tung Prof. Ferdinand Hummels[40] – Quillfeldt schlug ihn vor – im Sommersemester 1923 an die Öffentlichkeit getreten war und Ascanias Dirigent und Alter Herr, Studienrat Alexander Preuß, „Organist u. Chordirigent an St. Marien“,[41] die Nachfolge ab­lehnte, „übernahm Vbr. v. Quillfeldt wieder die Leitung“. Denn: „Immer mehr brach sich die Erkenntnis Bahn, daß nur ein Sän­gerschafter der geeignetste Dirigent sein kann.“[42] „Durch seinen Eifer und den mitreißenden Schwung seiner Chorleitung sind die Berliner Konzerte der Deutschen Sängerschaft zu musika­li­schen Ereignissen geworden.“ Sie wurden „eine Heerschau aus dem weiten Reich der Deutschen Sängerschaft“, ein Beispiel „in­nerer Kraft und äußerer Großartigkeit“, gehörten „zu den Mark­steinen in der Geschichte unseres Verbandes“.[43] Gesungen wur­de „nicht um äußere Anerkennung zu gewinnen, sondern um der Idee selbst willen […] zum Heile unseres Verbandes, der D.S. (Weim. C.C.) und zum Segen unseres geliebten Vater­landes!“ Die „Reichskonzerte sollten […] ein Bekenntnis zum Vaterland und zum deutschen Lied sein“.[44]

Quillfeldt vereinigte „Konzert und Reichskommers zu einer gewaltigen Kundgebung“,[45] der er einen eigenen, stets zuerst vorgetragenen „Sangesspruch“ widmete: „Treu deutschem Sang und Waffenklang! Heil dem Gesang!“[46] Den Berliner Chor ver­stärkten besonders „zahlreiche Verbandsbrüder, die namentlich aus Halle und Leipzig herbeiströmten“. In der Regel gab es nur eine gemeinsame Probe aller Sänger, was im Hinblick auf „die künstlerische Hochstellung“ immer wieder Gegenstand der Be­wunderung war und einen deutlichen Hinweis auf die gute Qua­lität und Leistungsfähigkeit der Sänger gibt. Das Orchester stellte die Akademische Orchester-Vereinigung (AOV) Berlin, mit der die DS 1926 ein Freundschaftsverhältnis „über die gemeinsame Arbeit“ abschloß.[47]

Am 25. Januar 1925 fand das erste große Reichskonzert mit 130 Sängern unter Quillfeldts Leitung in der Singakademie Unter den Linden statt. In der Abendausgabe der „Deutschen Zeitung“ war zu lesen: „Besonders der alte Friedrich Silcher kam wie­der zu Ehren. Sein unverwüstlicher Chor ‚Frisch gesungen!‘ war viel­leicht das Meisterstück des Abends […] Aber auch die Hugo Kaunschen Chöre ‚Bruder, schlag ein!‘ und ‚Hab’ Sonne im Her­zen‘ wurden prächtig vorgetragen. Nicht minder Mendels­sohns ‚Lied der Deutschen in Lyon‘. […] Scheffels ‚Ausfahrt‘ in der Ver­tonung des Freiherrn C. v. Schirnding (‚Germania‘, Ber­lin, gest. 1909) ist ein schwungvoller, wirkungssicherer Chor im volks­tüm­lichen Stil.“[48]

Hauptprobe zum Reichskonzert der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC) in der Hochschule für Musik Berlin-Charlottenburg, 23. Januar 1927.

Die Sängerschafter bildeten einen „künstle­risch gerundeten Klangkörper. Und sie sangen mit stärkstem Gefühl vaterländi­sche, nationale Lieder, priesen aus tiefstem Herzen deutsche Tu­gend und deutschen Stolz, deutsche Treue und deutsche Hoff­nung“, schrieb der „Berliner Lokal-Anzeiger“. „Der Tag“ sprach vom „markige[n] deutsche[n] Sängerklang“ und „dem deutschen Volkslied, das auch über die Grenzen des Rheins, der Alpen und der Masurischen Seen hinaus überall sein Echo findet. Und der ‚neue Frühling‘, mit dem die Sänger ihr stimmungsvolles Konzert schlossen, soll auch mit dem deut­schen Volkslied dem deutschen Volke wieder auferstehen.“ Die „Neue Tägliche Rundschau“ und „Der Berliner Westen“ waren des Lobes voll. Tags darauf kom­mersierten über 1000 Sänger­schafter im Großen Saal der Hand­werkskammer in der Teltower Straße. Die nach dem Deutsch­landlied verlesenen schriftlichen Grüße des DS-Ehrenmitglieds Paul von Hindenburg und dreier Söhne des Kaisers, der Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm und Oskar, „lösten stürmischen Beifall aus“. Die Festrede zeigte noch deutlicher die politische Verortung. Sie hielt ein Alter Herr der Sängerschaften St. Pauli Leipzig und Ascania Berlin, Dr. Paul Bang, 1920 führend am Kapp-Putsch beteiligt und als völkischer und antisemitischer Autor und Agitator ausgewiesen: „Schmerz­liche Anklagen rich­tete er an Volk und Regierung. Er mahnte die akademische Ju­gend, der Lichtgestalt des Reichsgründers Fürst Bismarck nach­zustreben. Von der Pflege bismarckschen Geistes erhofft er, daß sie einst dem deutschen Namen wieder zu An­sehen in der Welt verhelfen würde.“[49] Dann „wird auch für das deutsche Volk einst ein neuer Tag der Freiheit kommen“.[50]

Bangs Rede machte Eindruck: „So erschütternd hat selten jemand die Herzen der Hörer und namentlich der jungen Hörer zu rühren vermocht wie dieser Redner aus Leipzig. Wie Zentner­gewichte seine Worte vom Ungeist der Zeiten, vom Falschspiel der Feinde, vom Schatten Bismarcks, der rächend eben jetzt sich erhebt, von der Notwendigkeit politischer Schulung und histori­scher Kenntnis!“ Ein Ehrengast, Vertreter des Berliner Lehrer­gesangvereins, kommentierte: „Ich werte es als gutes Zeichen für den gesunden Sinn der heranwachsenden Jugend, daß gerade sie diesen scho­nungslosen Eckehartworten brausend zujubelte!“[51] „Anschließend sangen alle stehend das Niederländische Dank­gebet: Herr, mach uns frei!“ Auch dies war eine nationale De­monstration. Dem Kommers folgte ein Gesellschaftsabend im Großen Saal des Lehrervereinshauses, der sich nahtlos in die im Januar beginnende Berliner Ballsaison einfügte.[52]

Die Festlichkeiten wiederholten sich 1926[53] und 1927.[54] Die sich über drei Tage hinziehende Festfolge Reichskommers-Reichskonzert-Gesellschaftsabend blieb bis 1932 bestehen. Nur 1933 begannen die „Reichsveranstaltungen“ mit dem Konzert am 4. Februar, worauf am 5. Februar der Gesellschaftsabend und am 6. Februar der Kommers folgte.[55] Schauplätze des Gesche­hens waren meist die Singakademie, die Musikhochschule in Charlottenburg und die Marmorsäle am Zoo. Die Reichskom­merse und -konzerte wurden so sehr „der Jahreshöhepunkt un­seres sängerschaft­li­chen Lebens“,[56] daß diese Institutionen in die Verfassung der DS aufgenommen wurden. Stück 62 und 63 der Verfassung von 1929 schrieben die Durchführung von „Reichs­gründungskommers und in Verbindung mit ihm“ eines Konzer­tes als DS-Veran­stal­tungen vor.[57]

Was zeichnete die Konzerte abgesehen von der schieren Zahl aus? Standen die ersten noch ganz im Zeichen der „Klas­si­ker Schubert und Mendelssohn“, kamen Kompositionen von Carl Attenhofer, Carl Maria von Weber, Friedrich Silcher, Albert Mehtfessel, Max Bruch – Universitäts-Sängerschaften Ghibelli­nen Wien und St. Pauli Leipzig –, Carl Friedrich Zöllner – Sän­gerschaft Arion Leipzig – und Franz Otto vor, so änderte sich das ab 1927.[58] Besondere Superlative der Berichterstatter – „erfolg­reichst, […] glanzvollst“ – forderten die Reichskonzerte am 2. Fe­bruar 1930 und am 25. Januar 1931 auf Grund ihrer Mischung von alter und neuer Chormusik heraus.[59] Nicht weniger als 300 Sänger unter Lei­tung des seit 1928/29 amtierenden Liedermei­sters der Ger­mania Berlin, Universitätsmusikdirektor Dr. Hel­muth Thierfel­der, traten auf.[60] Es spielte das Berliner Symphonie-Orchester.

Die Resonanz war gewaltig. Die Presse war vertreten, die Rektoren der Berliner und Dresdner Hoch­schulen, „Abgeordnete des Stahlhelms und der Vaterlän­dischen Verbände“, der Reichs­wehr, des Deutschen und des Berliner Sängerbundes, der Berli­ner und Potsdamer Männergesangver­eine sowie zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik, darunter der Berliner Oberbür­germeister und der Reichskanzler. Regel­mäßige Gäste waren „Reichswehrminister Dr. Geßler“, Alter Herr der Sängerver­bin­dung Fridericiana Erlangen im SV, „Mini­ster Dr. Külz, Arionis“, „Staatsminister a. D. Dr. Boelitz, General der Infanterie a. D. von Kuhl“, Universitäts-Sänger­schaften St. Pauli Leipzig und Rhena­nia Frankfurt, und „Vbr. Dr. Frank (Ghi­b[ellinen Wien].), Exzel­lenz“, der „Gesandte Deutsch-Oesterreichs in Berlin“. DS-Ehren­mitglied Paul von Hindenburg sandte stets Grüße.[61] Gegeben wurde 1930 „Studentenmusik aus alten Zei­ten“, Volkslieder, Jan Sibelius’ „Wiegenlied“, Heinrich Zöll­ners – Pauliner und Mit­glied der Sängerschaft Wettina Frei­burg – „Der Blondkopf“, sei­ne „Vier baltischen Volkslieder“, Franz Schuberts „Gruppe aus dem Tartarus“ und verschiedene Lieder Paul Grae­ners, der Ehrenmitglied Arion Leipzigs war. Als Soli­stin wirkte die Sopra­nistin Jennie von Thillot-Thierfelder mit, die Gattin Helmuth Thierfelders.[62]

Den Abschluß des Kon­zerts bildete die Urauf­füh­rung der von Hugo Kaun – DS-Ehrenmit­glied und Al­ter Herr Leopoldina Breslaus – der DS gewidmeten „akade­mi­schen Ouverture ‚Iuventuti et patri­ae‘“.[63] Das „dank­ba­re Publi­kum heischte Wiederho­lung“, die aber verwei­gert wer­den mußte, weil das Pro­gramm auf Veranlassung des Ufa-Di­rek­tors, Verlegers und Schrift­stellers Dr. Oskar Kal­bus, ei­nes Alten Herrn der Alani­a,[64] durch den Berliner Rundfunk übertragen  wur­de.  Erst  nach Beendigung der Übertragung wiederholte der Chor Zöll­ners, Schuberts und Kauns Wer­ke. Der im Konzertsaal persönlich  an­wesende Kaun wurde – wie auch schon 1925, 1926 und 1927 – „jubelnd gefeiert“.[65] Kaun war ein enger Freund Quillfeldts und kam über diesen in Kontakt mit den Sängerschaften.[66]

Den Grund der Beliebtheit Kauns gab der Schriftleiter der DS-Verbandszeitschrift, Pfarrer Erich Kröning, ehemaliger Front­kämpfer,[67] bereits 1927 an, nachdem er dessen „Setz’ dich zur Wehr!“ und „Eine Kompanie Soldaten“ gehört hatte, die der Komponist 1915 „in der Hoffnung auf eine siegreiche Heimkehr unserer Truppen“ geschrieben hatte: „Denn in diesem Lied er­kannten wir uns selbst. Was in diesem Liede sang und klang, das war der Burschengeist, der uns beseelt, das war die Schick­sal- und Tod­verbundenheit des deutschen Menschen, zu der wir uns beken­nen“.[68]

Der deutschnational eingestellte Kaun war derjenige, „den die studen­tischen Sänger wegen seiner bewußt deutsch-betonten Kompo­si­tionen besonders verehren“, seine Werke waren nicht nur „Gip­felpunkte des Konzertes, es war auch eine dringende Mahnung an alle Deutschdenkenden zur Einigkeit“.[69] Die dop­pelte Stoß­richtung von musikalisch-ästhetischer Modernität und aktueller politischer Aussage machte das Besondere der Veran­staltung aus, war gegen den Versailler Vertrag und die Republik gerich­tet. Das Reichskonzert war im Zuge der voranschreiten­den, politisch und wirtschaftlich bedingten Radikalisierung eine offe­ne „deutsche Demonstration“ geworden.[70]

Waren die Reichsveranstaltungen 1933 bereits in der Reihen­folge umgestellt worden, so ahnte doch niemand, daß es die letz­ten sein sollten.[71] 1934 fand anstelle des Reichskonzerts eine „Feier­­stunde der DS“ statt,[72] den Reichskommers ersetzte eine „Weihe­stunde“ des Allgemeinen Deutschen Waffenrings im Ber­liner Sportpalast.[73] Es gelang der DS auch nach der Rekonstitu­tion in den frühen 1950er Jahren nie wieder, Veran­stal­tungen von der Größe und Tragweite der Reichskommerse und -konzer­te zwi­schen 1925 und 1932 durchzuführen.[74]


Anmerkungen:

[1]       Düding, Dieter: Organisierter gesellschaftlicher Nationalismus in Deutsch­land (1808 – 1847). Bedeutung und Funktion der Turner- und Sängervereine für die deutsche Nationalbewegung (Studien zur Geschichte des neunzehn­ten Jahrhunderts, 13), München 1984; Klenke, Dietmar: Der singende „deut­sche Mann“. Gesangvereine und deutsches Nationalbewußtsein von Napo­leon bis Hitler, Münster 1998; zusammenfassend: ders.: Der Gesang­verein, in: François, Etienne / Schulze, Hagen (Hg.): Deutsche Erinnerungsorte, Bd. 3, München 2001, S. 392 – 407.

[2]       Lönnecker, Harald: „… der zu Recht bevorzugte unsichtbare Kreis, der sich nur den unsrigen erschließt“ – Studentische Korporationen zwischen Elite­denken und den Selbstverständlichkeiten der Zugehörigkeit im 19. und frü­hen 20. Jahrhundert, in: Huth, Volkhard (Hg.): Geheime Eliten? (Bens­heimer Forschungen zur Personalgeschichte, 1), Frankfurt a. M. 2014, S. 183 – 203; der Begriff des „Netzwerks“ wird hier im metaphorischen Sinne ge­braucht, nicht in dem der Netzwerktheorie; zu den Gründen: Lönnecker, Harald (Bearb. u. Hg.): Netzwerke der Nationalbewegung – Das Studenten-Silhou­etten-Album des Burschenschafters und Sängers Karl Trebitz, Jena 1836 – 1840, in: ders. (Hg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höch-stes Lob!“ – Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Fest­schrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena (Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Ein­heitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert [künftig zit.: DuQ], 21), Heidelberg 2015, S. 473 – 666, hier S. 474 f.

[3]       Düding, Nationalismus (s. Anm. 1); zu den akademischen Turnern zuletzt und zusammenfassend: Lönnecker, Harald: Rudern, Segeln, Fliegen – Akti­vitäten akademischer Verbindungen und Vereine zwischen Sport und Poli­tik ca. 1885–1945, in: Alkemeyer, Thomas / Buss, Wolfgang / Peiffer, Lorenz / Rigauer, Bero (Hg.): Sport in Nordwestdeutschland (SportZeiten. Sport in Geschichte, Kultur und Gesellschaft, 9/3), Göttingen 2009, 7 – 36; ders.: „Tur­ner-Führer“ – Akademische Turnvereinigungen in Münster und ihre Vor­stellungen von gesellschaftlicher Elite vom 19. Jahrhundert bis zum Ende der Weimarer Republik, in: Westfälische Forschungen 63 (2013), 37 – 56; ders.: Akademische Turnfeste in Mitteldeutschland, in: Dietz, Manuela / Thomas, Michael / Ulfkotte, Josef (Hg.): „Sportgeschichte mitten in Deutsch­land“. Sammeln – Erforschen – Zeigen. Vorträge des 7. DAGS-Symposiums unter gleichem Titel  am 9. bis 11. Oktober 2014 in Freyburg (Unstrut) (Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sport­sammlungen e. V. DAGS-Magazin, 7 = Neue Schriftenreihe, 2), Hildesheim 2015, S. 133 – 152; ders.: Akademische Turner in Norddeutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: Becker, Christian / Wedemeyer-Kolwe, Bernd / Wolters, Angelika (Hg.): Geschichte des Turnens in Norddeutsch­land. Zu­gleich Bericht der gemeinsamen Tagung des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte e. V. Hannover (NISH) und des Niedersäch­si­schen Turner-Bundes (NTB) vom 24. bis 25. Juni 2016 (Schriftenreihe des Niedersächsi­schen Instituts für Sportgeschichte e. V. Hannover (NISH). Wis­senschaft­liche Reihe, 25), Münster i. W. 2017, 27 – 55; ders.: Kleine Kunst­werke – Post­karten akademischer Turner um 1900, in: Ehlers, Martin / Fried­rich, Markus / Holz, Helga / Wieser, Lothar (Hg.): Tagungsdokumentation Kunst – Sport – Literatur. Vorträge des gleichnamigen Jubiläums-Symposi­ums am 18. und 19. Oktober 2018 im Kloster Maulbronn (Deutsche Arbeits­gemein­schaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e. V. DAGS-Magazin, 8 = Neue Schriftenreihe, 3), Hildesheim 2019, S. 103 – 115; jeweils mit weiteren Nachweisen; nach wie vor grundlegend für die akademischen Turner, da eine neuere wissenschaftliche Monographie fehlt: Mueller, Max: Geschichte des Vertreter-Conventes (VC), Verbandes der Turnerschaften auf den deut­schen Hochschulen 1872–1938, bearb. v. Werner Rust und Eberhard Düntsch (Historia Academica, 11), Stuttgart 1972; Altherrenbund (AHB) / Akademi­scher Turn-Bund (ATB) (Hg.): 1883 – 1983. Akademischer Turnbund. Fest­schrift aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens, Melsungen 1983; wesentliche Unterschiede und Entwicklungen zwischen bürgerlichen und akademischen Vereinen verkennt: Pabst, Martin: Zwi­schen Verein und Korporation: Die nicht farbentragenden Gesangs- und Turnverbindungen im SV bzw. ATB, in: Brandt, Harm-Hinrich/Stickler, Matthias (Hg.): „Der Burschen Herrlich­keit“. Geschichte und Gegenwart des studentischen Korporationswesens (Historia Academica, 36 = Veröffentli­chungen des Stadtarchivs Würzburg, 8), Würzburg 1998, S. 321 – 336.

[4]       Hierzu und im Folgenden zu den Sängerschaften u. ihren Mitgliedern: Lön­necker, Harald: Scharnier zwischen Macht und Musik, Politik und Kultur. Sängervereinigungen an den Hochschulen des deutschen Sprachgebiets ca. 1815 – 1914, Habilitationsschrift Technische Universität Chemnitz 2013; ders.: Die Deutsche Sängerschaft (Weim. CC) und ihre Vorläuferverbände. Ehema­lige und derzeitige Sängerschaften in der Deutschen Sängerschaft (Weim. CC), Wilhelmshaven 1995; für die Zeit nach 1914 vor allem: ders.: Lehrer und akademische Sängerschaft. Zur Entwicklung und Bildungsfunk­tion akademischer Gesangvereine im 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: Brus­niak, Friedhelm/Klenke, Dietmar (Hg.): Volksschullehrer und außer­schuli­sche Musikkultur. Tagungsbericht Feuchtwangen 1997 (Feuchtwanger Bei­träge zur Musikforschung, 2), Augsburg 1998, S. 177 – 240; ders.: „Nicht Erz und Stein, Musik soll unser Denkmal sein!“ Die Singbewegung und das nie gebaute Denkmal der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC), in: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung (künftig zit.: EuJ) 47 (2002), S. 321 – 352; ders.: Wenn Helden zu Problemen werden. Hindenburg und Ludendorff als Ehrenmitglieder akademischer Verbände, in: GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte (künftig zit.: GDS-A) 6 (2002), S. 30 – 41; „… Boden für die Idee Adolf Hitlers auf kulturellem Felde gewinnen“. Der „Kampfbund für deutsche Kultur“ und die deutsche Akademikerschaft, in: ebd., S. 121 – 144; ders.: Die Versamm­lung der „besseren Nationalsozialisten“? Der Völkische Waffenring zwi­schen Antisemitismus und korporativem Elitarismus, in: EuJ 48 (2003), S. 227 – 245, 252 – 281; ders.: Die Studentenverbindungen in Jena in den 1930er Jahren unter besonderer Berücksichtigung der Sängerschaft zu St. Pauli, in: Sängerschaft zu St. Pauli Jena et Burgundia Breslau in Münster (Hg.): Fest­schrift zum 175. Stiftungsfest, o. O. o. J. (Münster i. W. 2003), S. 12 – 21; ders.: „… gilt es, das Jubelfest unserer Alma mater festlich zu begehen …“ – Die studentische Teilnahme und Überlieferung zu Universitätsjubiläen im 19. und 20. Jahrhundert, in: Blecher, Jens/Wiemers, Gerald (Hg.): Universitä­ten und Jubiläen. Vom Nutzen historischer Archive (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Leipzig, 4), Leipzig 2004, S. 129 – 175; ders.: „… bis an die Grenze der Selbstzerstörung“. Die Mensur bei den akademischen Sän­gerschaften zwischen kulturellem Markenzeichen, sozialem Kriterium und nationalem Symbol (1918 – 1926), in: EuJ 50 (2005), S. 281 – 340; ders.: „Sieg und Glanz dem deutschen Reich!“ Die akademischen Sänger im Ersten Weltkrieg, in: Matter, Max / Widmaier, Tobias (Hg.): Lied und populäre Kultur. Song and Popular Culture (Jahrbuch des Deutschen Volkslied­archivs Freiburg i. Br., 50/51, 2005 – 2006), Münster / New York / München / Berlin 2006, S. 9 – 53; ders.: „Ehre, Freiheit, Männersang!“ – Die deutschen akademischen Sänger Ostmitteleuropas im 19. und 20. Jahrhundert, in: Fi­scher, Erik (Hg.): Chorgesang als Medium von Interkulturalität: Formen, Ka­näle, Diskurse (Berichte des interkulturellen Forschungsprojektes „Deut­sche Musikkultur im östlichen Europa“, 3), Stuttgart 2007, S. 99 – 148; ders.: „O deutsches Schwert und deutsches Lied“ – Sängerschafter im Ersten Welt­krieg, in: Zirlewagen, Marc (Hg.): „Wir siegen oder fallen“ – Deutsche Stu­denten im Ersten Weltkrieg (Abhandlungen zum Studenten- und Hoch­schulwesen, 17), Köln 2008, S. 139 – 203; ders.: „Goldenes Leben im Ge­sang!“ – Gründung und Entwicklung deutscher akademischer Gesangver­eine an den Universitäten des Ostseeraums im 19. und frühen 20. Jahrhun­dert, in: Ochs, Ekkehard / Tenhaef, Peter / Werbeck, Walter / Winkler, Lutz (Hg.): Universität und Musik im Ostseeraum (Greifswalder Beiträge zur Musikwissenschaft, 17), Berlin 2009, S. 139 – 186; ders.: Korporation und Landesgeschichte: Rudolf Kötzschke (1867 – 1949), erster Professor für Säch­sische Landesgeschichte an der Universität Leipzig, in: EuJ 54 (2009), S. 445 – 482; ders.: „Danzig sei deutsch, sei deutsch bis zum Tod!“ Danziger Sän­gerschafter in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, in: EuJ 55 (2010), S. 183 – 218; ders.: „Bruder in Paulo!“ – Netzwerke um Rudolf Kötz­schke, in: Bünz, Enno (Hg.): 100 Jahre Landesgeschichte (1906 – 2006). Leip­ziger Leistungen, Verwicklungen und Wirkungen (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, 38), Leipzig 2012, S. 121 – 157; ders.: Vom Osten lernen? West- und Saarkampf 1919–1935, in: Malettke, Klaus / Olden­hage, Klaus (Hg.): Fritz Hellwig – Saarländer, Deutscher, Europäer. Eine Festschrift zum 100. Geburtstag (DuQ, 20), Heidelberg 2012, S. 82 – 143; ders.: Deutsches Männerchorwesen in Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahr­hundert. Ein Überblick über Entstehung, Entwicklung, Untergang, in: Jahr­buch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im öst­lichen Europa 20 (2012), S. 419 – 470; ders.: Schall und Rauch? Namen der Hochschulvereinigungen der Juristen und Sänger im 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: EuJ 58 (2013), S. 95 – 139; ders.: Die Propagierung des Deut­schen bei Hans Joachim Moser und Joseph Maria Müller-Blattau, in: Me­cking, Sabine / Wasserloos, Yvonne (Hg.): Inklusion und Exklusion. „Deut­sche“ Musik in Europa und Nordamerika 1848 – 1945, Göttingen 2016, S. 171 – 194; ders.: „Händel der Deutsche. Der deutsche Händel“ (1931) – Chorge­sang zwischen musikalischer Neubesinnung und Mittel zur Umsetzung politischer Ziele, in: Händel-Jahrbuch (Mythos Aufklärer – Mythos Volk? Zwei Topoi der Händel-Rezeption und ihre Kontexte / The myth of Handel as Enlightenment figure – The myth of Handel’s ties to the people? Two formulas of the Handel reception and their contexts) 63 (2017), S. 157 – 188; ders.: „Dem Lied zur Ehrʼ, dem Feind zur Wehr!“ – Die Sängerschaft Nor­mannia zu Danzig (1905 – 1935), in: Fischer, Erik (Hg.): Beiträge zur Ge­schichte der Musik und Musikkultur in Danzig und Westpreußen (Berichte des interkulturellen Forschungsprojektes „Deutsche Musikkultur im östli­chen Europa“, 5), Stuttgart 2018, S. 278 – 294; ders.: „… in der strengen Pfle­ge des deutschen Liedes Deutschlands Seele hüten“ – Sängereliten zwischen Konvergenz und Abgrenzung in Amerika zwischen 1850 und 1945, in: Brus­niak, Friedhelm / Keden, Helmke Jan (Hg.): Laienchorgesang und kulturel­ler Transfer. Eine Annäherung in Beispielen (Musik – Kontexte – Perspekti­ven. Schriftenreihe der Institute für Musikpädagogik und Europäische Mu­sikethnologie an der Universität zu Köln, 10), München 2018, S. 58 – 77; ders.: „… die besten Studentenchöre der Welt?!“ – Facetten der Universitäts­musik an deutschsprachigen Hochschulen zwischen Privatheit und Öffent­lichkeit ca. 1820 – 1935, in: Kintzinger, Martin / Wagner, Wolfgang Eric / Füssel, Marian / Hynek, Stefan (Hg.): Akademische Festkulturen vom Mit­telalter bis zur Gegenwart. Zwischen Inaugurationsfeier und Fachschafts­party (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissen­schaftsgeschichte, 15), Basel 2019, S. 269 – 324; ders.: „Führer von morgen“ – Die akademischen Sänger zwischen Elitarismus und Gemeinschaftsideo­lo­gie, in: Brusniak, Friedhelm (Hg.): Choir in Focus. Internationales Symposi­um zur Chorforschung [im Druck]; ders.: Das akademische Sängerfest in Salzburg 1892 – ein „Wartburgfest der Sänger“?, in: GDS-A 11 (2020) [im Druck].

[5]       Hierzu und im Folgenden s. Anm. 4.

[6]       N. N.: Mitglieder-Verzeichnis des Weimarer CC., o. O. Wintersemester 1913/14; N. N.: Verzeichnis der Sängerschaften und Mitglieder im Weim. V.D.S., Wohlau i. Schlesien 1919; N. N.: Verzeichnis der Mitglieder des Ver­bandes Alter Sängerschafter in Weimar e. V. (VAS). Im Auftrage d. Verb. Alter Sängerschafter bearb. vom Bundesarchivar Paul Meißner, nach dem Stande vom Januar 1929, Leipzig 1929; N. N.: Verzeichnis der Mitglieder des Ver­bandes Alter Sängerschafter in Weimar e. V. (VAS). Hg. vom Ge­schäfts­füh­renden Ausschusse des VAS für die Ostmark u. das Sudetenland in Wien, nach dem Stande vom 31. März 1931, Wien 1931; s. a.: Engelhardt, Werner: Der Bestand der DS, in: Deutsche Sängerschaft. Gegr. 1895 als „Aka­demi­sche Sänger-Zeitung“ (künftig zit.: DS bzw. ASZ) 8 (1930), S. 301 – 306; Susen, Carl-Ludwig: Aus der Statistik der Deutschen Sängerschaft. Ein Bei­trag zum „Bestand der DS.“ aus dem Amt für musikalische Arbeit, in: DS 4 (1931), S. 173 – 177; ders.: Aus der Statistik der Deutschen Sängerschaft, in: Ver­trauliche Mitteilungen der Deutschen Sängerschaft (künftig zit.: VM), 5 (1932), S. 71 – 73; Kern, Wolfgang: Der Bestand der DS, in: DS 1 (1932), S. 33 – 38.

[7]       Lönnecker, „Bruder in Paulo!“ (s. Anm. 4).

[8]       Lönnecker, Wenn Helden (wie Anm. 4).

[9]       Lönnecker, „… Boden für die Idee“ (s. Anm. 4).

[10]     Hochstetter, Arthur Frhr. von: Julius Wagner von Jauregg, in: DS 13 (1927), S. 353–354.

[11]     Hierzu und im Folgenden: Lönnecker, „Sieg und Glanz“ (s. Anm. 4); ders., „O deutsches Schwert“ (s. Anm. 4).

[12]     DS 3 (1929), S. 104; vgl. Mann, Friedrich (Bearb.): Die Gefallenen der Deut­schen Sängerschaft. Ehrenbuch der Deutschen Sängerschaft, Schmölln o. J. (1934).

[13]     Hierzu u. im Folgenden s. Anm. 4 u. 6.

[14]     Lönnecker, Harald: „Vorbild … für das kommende Reich“. Die Deutsche Studentenschaft (DSt) 1918 – 1933, in: GDS-A 7 (2004), S. 37 – 53; ders.: Das „Grundrauschen der völkisch-antisemitischen Publizistik“. Personen, Schrif­ten und die Hochschule für nationale Politik in der Weimarer Republik, in: GDS-A 8 (2006), S. 8 – 24.

[15]     Lönnecker, Harald: Studenten und Gesellschaft, Studenten in der Gesell­schaft – Versuch eines Überblicks seit Beginn des 19. Jahrhunderts, in: Schwinges, Rainer Christoph (Hg.): Universität im öffentlichen Raum (Ver­öffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsge­schichte, 10), Basel 2008, S. 387 – 438, hier S. 415 – 418; ders., Vom Osten lernen? (s. Anm. 4), S. 87 f.; ders., Propagierung (s. Anm. 4), S. 183 f.; jeweils mit weiteren Nachweisen.

[16]     Hirche, Fritz: Was ist der Sängerschaftergedanke zu leisten imstande? In: DS 4 (1926), S. 53 – 56.

[17]     Naumann, Carl: Die Geschichte der Deutschen Sängerschaft. Von der Gründung der LUS! St. Pauli 1818 bis zur Auflösung 1933, in: DS 4 (1967), S. 17 – 21, hier S. 19. – LUS = Leipziger Universitäts-Sängerschaft.

[18]     Quillfeldt, Wilhelm von (Bearb.): Handbuch der „Deutschen Sängerschaft“ (Weimarer C.C.), hg. v. Kunstrat der D.S., Dresden 1928, S. 167; Archiv der Deutschen Sängerschaft, Feuchtwangen (künftig zit.: ADSF), 1.1.1. 14: Fest­schriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1924; Kötzschke, Richard: Vom 100. zum 110. Stiftungsfest [St. Pauli Leip­zigs], in: Leipziger Pauliner-Zeitung (künftig zit.: LPZ) 44 / 7 – 8 (1932), S. 116 – 125, hier S. 122.

[19]     Leipziger Arionen-Zeitung (künftig zit.: LAZ) 8 (1898/99), S. 218 – 220; Quill­feldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 167; vgl. DS 2 (1928), S. 48 f.; nach Kröning, Erich: Der Berliner Reichskommers, in: DS 4 (1929), S. 152 – 153, hier S. 152, fand der erste Kommers Anfang 1897 statt; die Alten Herren Guilelmia Greifswalds in Berlin gründeten bereits am 9. September 1898 die „Berliner Guilelmen-Vereinigung“ als örtliche Vereinigung, die auch eigene Kneipen und Kommerse feierte; Gülzow, Erich: Geschichte der Sängerschaft Guilelmia zu Greifswald 1886 bis 1911. Zum 25. Stiftungsfest verfaßt, Eis­leben o. J. (1911), S. 16; andere Sängerschaften unterhielten ebenfalls eigene Ortsgruppen Alter Herren in Berlin; vgl. Pohl, Rudolf: Beiträge zur Ge­schichte der Sängerschaft Germania (A.G.V. Berlin). Zur Feier ihres 40. Stif­tungsfestes, hg. vom Verband Alter Herren, Berlin 1907, S. 65; Bartels, Paul: Zur Geschichte des Weimarer CC., des Verbandes deutscher Sängerschaften, in: ASZ 5 (1910), S. 109 – 113, hier S. 110; ob und inwiefern andere Verbände für die ab den 1880er Jahren gefeierten Kommerse zum 18. Januar beispiel­gebend waren, muß dahingestellt bleiben; vgl. Rode, Franz Egon: Die Uni­versitätsburschenschaften im Kaiserreich (1871–1918), Diss. phil. TU Stutt­gart 2018, S. 162, 203 f., 279; die Arbeit wird voraussichtlich als DuQ 23 er­scheinen, vgl. zum selben Thema: S. 275 – 306 in diesem Band.

[20]     ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 13: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen, 1899.

[21]     Ebd., 1902; zur Gründung des AH-CC in Berlin: ASZ 2 (1901), S. 17 – 19; Pohl, Germania Berlin (s. Anm. 19), S. 65; Bartels, Weimarer CC. (s. Anm. 19), S. 110; Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 167; vgl. Meusch: Berli­ner C.C.-Leben, in: ASZ 4 (1903), S. 63 – 64.

[22]     ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 13: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen, 1902 – 1913; Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 168; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152; s. etwa zum Reichs­grün­dungskommers am 15. Januar 1906: ASZ 9 (1906), S. 181.

[23]     N. N.: Unser Motiv. Festschrift zum fünfzigjährigen Bestehen des Akademi­schen Vereins Motiv, Berlin o. J. (1897).

[24]     Vgl. Akademischer Verein Motiv (Hg.): Motiv-Liederbuch, 8. Aufl. Guben 1904; s. a. Schauenburg, Hermann / Schauenburg, Moritz / Silcher, Friedrich / Erk, Friedrich: Allgemeines Deutsches Kommersbuch, 100. Jubiläums-Auf­lage, Lahr i. Bad. 1914, Nr. 192, 673.

[25]     Fiehn, Karl: Bericht über das CC.-Jahr 1911/12, in: ASZ 2 (1912), S. 45 – 46, hier S. 46; N. N.: Rückblick auf das verflossene CC-Jahr, in: ASZ 10 (1912), S. 225 – 226, hier S. 225; der Kommers soll 1913 wiederum besonders pracht­voll und erfolgreich gewesen sein; Hennig, Hans: Bericht über das CC.-Jahr 1912/13, in: ASZ 3 (1913), S. 71; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 13: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen, 1908, 1910, 1913.

[26]     Fiehn, Bericht (s. Anm. 25), S. 46; N. N., Rückblick (s. Anm. 25), S. 225; Quill­feldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 168; zum Reichskommers 1911: ASZ 9 (1911), S. 199 – 202; Weichert, Curt: Bericht über den a.o.C.C. und den Reichskommers Berlin, in: LAZ 20 (1910/11), S. 155 – 156; Külz, Wilhelm: Rede des A.H. Oberbürgermeister Dr. Külz zum Reichskommers des Wei­marer C.C. in Berlin, in: LAZ 20 (1910/11), S. 200 – 203; Genz: Reichskom­mers in Berlin 1911, in: LPZ 23/1 (1911), S. 4; zum Reichskommers 1912: ASZ 7 (1911), S. 151; ASZ 9 (1912), S. 177 – 192; Vetter: Bericht über die Bespre­chung der C.C.-Vertreter [am 17. 1. 1912] sowie über den Reichskommers in Berlin, in: LAZ 21 (1911/12), S. 179 – 181; zum Reichskommers 1913: ASZ 7 (1912), S. 161; ASZ 9 (1913), S. 188 – 191; zum Reichskommers 1914: ASZ 7 (1913), S. 151; ASZ 9 (1914), S. 181 – 184; in ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1.13: Fest­schriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen, 1899 – 1913, ist der Reichskommers von 1914 nicht mehr erfaßt; zu den separaten Berliner Reichsgründungsfeiern des RKV: Kötzschke, Richard: Geschichte der Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli in Leipzig 1822 – 1922, Leipzig 1922, S. 465.

[27]     ASZ 5 (1919), S. 108; LPZ 31/12 (1919), S. 118; Kötzschke, St. Pauli (s. Anm. 26), S. 521. – Tänzler (1869 – 1944) war 1904 – 1913 Geschäftsführer der Hauptstelle der deutschen Arbeitgeberverbände, anschließend bis 1926 der Vereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, Mitgründer der Zentralar­beitsgemeinschaft der Unternehmer und Arbeitnehmer, seit 1909 Heraus­geber der Zeitschrift „Der Arbeitgeber“, Mitglied des Juni-Klubs, Autor wirtschafts- und sozialpolitischer Schriften; Archiv der Sängerschaft Arion-Altpreußen zu Göttingen, Göttingen, Personalia; Knips, Achim: Deutsche Arbeitgeberverbände der Eisen- und Metallindustrie. 1888 – 1914 (Viertel­jahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte, 124), Stuttgart 1996, S. 32.

[28]     Naumann, Carl: Der Berliner Reichskommers, in: LPZ 33/4 (1921), S. 30; ders.: Der Berliner Reichskommers, in: LPZ 34/3 (1922), S. 23 – 24; Henke, [Wilhelm]: Reichskommers und Sängerschafterkonzert in Berlin, in: LPZ 37/4 (1925), S. 20; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152 f., gibt an, nach 1919 habe man den Kommers im Marmorsaal am Zoo durchgeführt; das war jedoch erst später der Fall; vgl. [Tübinger] Zollern-Zeitung (künftig zit.: TZZ) 18 (1926), S. 3 f.

[29]     Dörr, [Karl]: Konzert und Reichskommers der D.S. (Weim. C.C.) am 23. und 24. Januar 1927 in Berlin, in: Verband Alter Sängerschafter – Ortsgruppe Berlin. Mitteilungsblatt (künftig zit.: VASOBM) 5 (1927), S. 34 – 40, hier S. 38; die Rede: Doehring, D. [Bruno]: Reichskommers der Deutschen Sängerschaft 1927, in: DS 6 (1927), S. 150 – 153; vgl. DS 8 (1930), S. 312; DS-Nachrichten­dienst 1930/6, S. 79. Doehring (1879 – 1961) war 1914 – 1960 sehr populärer Prediger am Berliner Dom, er vertrat streng konservative und antikatholi­sche Positionen und war bis weit ins Dritte Reich hinein kaisertreu, Gegner des Nationalsozialismus, 1923 – 1940 an der Berliner Universität Dozent für ev. Theologie, 1946 – 1960 Prof. für prakt. Theologie, 1930 – 1933 Reichstags­mitglied; Weiling, Christoph: Die „Christlich-deutsche Bewegung“. Eine Studie zum konservativen Protestantismus in der Weimarer Republik (Ar­beiten zur kirchlichen Zeitgeschichte, Reihe B, Darstellungen, 28), Göttingen 1998, S. 45 – 52.

[30]     Hohlfeld, Johannes (Bearb.): Verzeichnis der Alten Herren der Deutschen Sängerschaft (Weim. CC), Leipzig 1925; N. N., Verzeichnis 1929 (s. Anm. 6).

[31]     Der Chemiker Naumann (1882 – 1974), Mitglied der Sängerschaften St. Pauli Leipzig, Ascania und Germania Berlin, Ehrenmitglied der Sängerschaften Vandalia Berlin und Arion Leipzig, war 1916 – 1949 im Reichsmonopolamt für Branntwein tätig, zuletzt als Leiter der Behörde, 1920 – 1960 im Vorstand der Ortsgruppe Berlin, dann deren Ehrenvorsitzender, über Jahrzehnte „un­ermüdlicher Senior“ der Berliner Sängerschafter, Geschäftsführer, dann Ehrenpräsident des Berliner Sängerbundes – Verband der bürgerlichen Ge­sangvereine in Berlin –, 1958 Bundesverdienstkreuz „in Anerkennung seiner Verdienste um das Männerchorwesen“; Schultze, Werner: Dr. Carl Nau­mann – 90 Jahre, in: DS 1 (1972), S. 32; Gerade, Adolf: Carl Naumann zum Gedächtnis (20. Februar 1882 – 30. September 1974), in: DS 5 (1974), S. 21 – 25; DS 2 (1956), S. 194; DS 4/5 (1958), S. 236.

[32]     Quillfeldt (1882 – 1965), Mitglied der Sängerschaften Gottinga bzw. Gotia Göttingen und Thuringia Heidelberg, Ehrenmitglied der Sängerschaften St. Pauli Leipzig und Germania Berlin, war Rechtsanwalt und Syndikus sowie ein überaus engagierter Sängerschafter, u. a. Bearbeiter des DS-Handbuchs (s. Anm. 18), Mitglied des DS-Hauptausschusses, Vorsitzender des DS-Kunstrats, DS-Bundeschormeister, Ehrenmitglied der VAS Berlin, nach 1945 lebte Quillfeldt in Bad Oeynhausen und war seit 1946/47 Chorleiter der Detmolder Liedertafel und des Bundes Lippischer Chorvereinigungen; Ar­chiv des Verfassers, Nachlaß Wilhelm von Quillfeldt; Naumann, Carl: Dr. Wilhelm von Quillfeldt […] 80 Jahre alt, in: DS 4 (1962), S. 31 – 32; Laub­mann, Martin: Vergessene Thüringer: Wilhelm von Quillfeldt (aktiv WS 1908/09), in: Thüringer-Zeitung. Organ des Corps Thuringia Heidelberg im Weinheimer SC 77 (April 2019), S. 29 – 34; Dörr, [Karl]: Abschieds-Kommers zu Ehren unseres lieben Vbr. v. Quillfeldt (Got., Thur., P.L., Germ.-Bln.), weiland Liederwart der O.A.S. Berlin und Berliner Konzertdirigent der D.S. (Weim. C.C.), in: VASOBM 2 (1928), S. 6 – 8; s. a. Quillfeldt, Wilhelm von: Der Deutsche Sängerbund und die Deutsche Sängerschaft, in: Hauptaus­schuß des Deutschen Sängerbundes (Hg.): Jahrbuch des Deutschen Sänger­bundes 1928. Amtliches, alljährlich erscheinendes Handbuch des Deutschen Sängerbundes, Dresden 1928, S. 89 – 91.

[33]     Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 169 f.; VASOBM 2 (1928), S. 5.

[34]     Die Einladungen aus den Jahren zwischen 1926 und 1931 in: Bundesarchiv, Koblenz, DB 9: Deutsche Burschenschaft, (1726)1815 – ca. 1960, I. Örtliche und einzelne Burschenschaften: Berliner Deputierten-Convent, 1923 – 1932; zu diesem Bestand: Lönnecker, Harald: „Das Thema war und blieb ohne Parallel-Erscheinung in der deutschen Geschichtsforschung“. Die Burschen­schaftliche Historische Kommission (BHK) und die Gesellschaft für bur­schenschaftliche Geschichtsforschung e. V. (GfbG) (1898/1909 – 2009). Eine Personen-, Institutions- und Wissenschaftsgeschichte (DuQ, 18), Heidelberg 2009.

[35]     ASZ 6 (1913), S. 127.

[36]     Zuerst 1922; Gudopp, Ernst (Hg.): Geschichte der Sängerschaft Germania (A.G.V. Berlin) 1867 – 1927. Im Auftrage des AH-Verbandes als Festgabe zum 60. Stiftungsfest, Berlin 1927, S. 97 f.; Steinbrecht, Walter: Hundert Jahre in Berlin. Am 3. Mai 1867 wurde die Sängerschaft Germania gegründet, in: DS 3 (1967), S. 18 – 21, hier S. 20; zum Reichskommers 1922: Naumann, Reichskommers 1922 (s. Anm. 29).

[37]     Johann Gottfried Heinrich Bellermann (1832 – 1903) war seit 1853 Musikleh­rer am Berliner Gymnasium zum Grauen Kloster, 1866 Königl. Musikdirek­tor und Professor für Musikwissenschaft an der Berliner Universität, 1875 Mitglied der Akademie der Künste, 3. Mai 1867 Gründer eines Akademi­schen Gesangvereins, aus dem sich die Sängerschaft Germania entwickelte. „Seine zahlreichen Motetten, Psalmen usw. haben sich trotz zweifelloser Meisterschaft der Form nicht halten können.“; Gurlitt, Wilibald (Hg.): Riemann. Musik-Lexikon, 5 Bde., 12. Aufl. Mainz 1959–1975 (Personenteil: 2 Bde. Mainz 1959, 1961 fortgeführt und hg. v. Hans Heinrich Eggebrecht, 2 Ergbde. Mainz 1972 und 1975, diese hg. v. Carl Dahlhaus, Sachteil: Mainz 1967), hier 1959, S. 134; 1972, S. 89; Fischer, Robert (Hg.): Deutsches Chor­meisterbuch, Ludwigsburg 1925, S. 20; Ewens, Franz Josef: Lexikon des deutschen Chorwesens, 1. Aufl. Mönchen-Gladbach 1954, 2. Aufl. Mönchen­gladbach 1960, hier 1954, S. 15; 1960, S. 22; Blume, Friedrich (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik, 16 Bde. und Registerband, Kassel/Basel 1949 – 1986, 2., neubearb. Ausgabe in 29 Bdn., 1994 – 2007, hier 1 (1949/1951), Sp. 1608 – 1610.

[38]     Gudopp, Germania Berlin (s. Anm. 36), S. 98 f., 15 f.; N. N.: Festschrift zum 90jährigen Bestehen der Sängerschaft in der DS (Weim. C.C.) Germania (A.G.V. Berlin) 1867 – 1957, o. O. 1957, S. 18; Bogenschneider, Hans J.: 90 Jahre Sängerschaft Germania Berlin, in: DS 2 (1957), S. 77 – 88, hier S. 84; Steinbrecht, Hundert Jahre (s. Anm. 36), S. 20; vgl. Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 43, 170; VASOBM 6 (1925), S. 47 f.; VASOBM 5 (1926), S. 60.

[39]     N. N., Festschrift (s. Anm. 38), S. 17; Dörr, Abschieds-Kommers (s. Anm. 32), S. 7; vgl. Gudopp, Ernst (Hg.): Festprogramm zum 60. Stiftungsfest [der Sängerschaft Germania Berlin], Berlin 1927.

[40]     Hummel (1855 – 1928) war Kapellmeister am Schauspielhaus, er schrieb Opern, Bühnen- und Kammermusik sowie Chöre („Columbus“, „Germa­nenzug“, „Geisterheer“), seine Beerdigung „gestaltete die D.S. festlich aus“; Gurlitt, Riemann. Musik-Lexikon 1959 (s. Anm. 37), S. 840; Fischer, Chor­meisterbuch (s. Anm. 37), S. 96 f.; Ewens, Chorwesen (s. Anm. 37) 1954, S. 85; 1960, S. 119; Dörr, Abschieds-Kommers (s. Anm. 32), S. 7.

[41]     Preuß (auch: Preuss; 1877 – 1950) besuchte die Präparandenanstalt in Schmiedeberg und das Seminar in Bunzlau i. Schles., 1902 Lehrer in Guben, 1905 – 1906 Studium an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin, 1907 akademischer Gesanglehrer am Oberlyzeum Berlin-Pankow, 1910 Organist und Chordirektor der St.-Marien-Kirche in Berlin-Charlot­tenburg; Preuß schrieb Kantaten, Kammermusik und Chöre; Fischer, Chor­meisterbuch (s. Anm. 37), S. 170; Ewens, Chorwesen (s. Anm. 37) 1954, S. 161; 1960, S. 216.

[42]     Dörr, Abschieds-Kommers (s. Anm. 32), S. 7.

[43]     Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 170; Dörr, Konzert (s. Anm. 28), S. 34; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152 f.

[44]     Schultze, Werner (Hg.): 130 Jahre Paulus. Bilder aus der Geschichte der Uni­versitäts-Sängerschaft zu St. Pauli Leipzig, Mainz 1955, S. 56; Dörr, Konzert (s. Anm. 28), S. 35; vgl. Thielecke, Erich: 1886 – 1936 – 1986. 100 Jahre Gui­lelmia [Greifswald] (Gui-Nie-Nachricht. Mitteilungsblatt der Sänger­schaft Guilelmia-Niedersachsen zu Freiburg, Sondernummer), Freiburg i.Br. 1986, S. 9.

[45]     Die erste konnte entgegen seinen Erwartungen zum Reichskommers am 14. Januar 1924 nicht durchgeführt werden; Lenke, H. / Stotko, H. / Schroe­ter, S. (Bearb.) / AH-Verband der Sängerschaft Erato Darmstadt e. V. (Hg.): 100 Jahre Erato. Festschrift zum 100. Stiftungsfest der Sängerschaft i. d. D.S. Erato Darmstadt (früher Dresden) vom 10. – 13. Mai 1961, o. O. o. J. (1961), S. 31; vgl. ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1924; Maßler, Paul: Das Reich und das Lied. Festrede beim Reichskommers der Deutschen Sängerschaften in Berlin gehalten, in: DS 4 (1924), S. 56 – 58; ders.: Das Reich und das Lied. Aus der Festrede beim Reichskommers der Deutschen akademischen Sän­gerschaft, in: Deutsche Sänger-Bundes-Zeitung 16/11 (1924), S. 129 – 130; Ernst Nahmmacher (Germania und Borussia Berlin) datierte das erste Reichskonzert auf den 18. Januar 1923; DS 2 (1997), S. 12; Ssymank, Harald: Die Geschichte der Deutschen Sängerschaft, in: Lauffs, Arno: Arion [Leip­zig-Göttingen] 1849 – 1974. Festschrift, o. O. o. J. (1974), S. 12 – 17, hier S. 15, gibt an, das erste Reichskonzert habe 1924 stattgefunden; ebenso: Naumann, Geschichte (s. Anm. 17), S. 19; vgl. Nahmmacher, Ernst / Matthiaschk, G[un­ther].: 120 Jahre „Germania-Berlin“, in: DS 2 (1987), S. 9 – 11, hier S. 10.

[46]     VASOBM 5 (1926), S. 51; der Spruch war „Der D.S. zur Weihnacht 1925“ von Quillfeldt gewidmet worden und erschien erstmals im Druck als Vorsatz­blatt in: Deutsche Sängerschaft (Weim. CC.) (Hg.): Burschen heraus! Lieder der Deutschen Sängerschaft aus dem Liederbuche „Das Aufrecht Fähnlein“ von Walther Hensel, Augsburg 1926; vgl. Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 14.

[47]     Die 1908 gegründete und 1933 aufgelöste „A.O.V. sieht ihre Aufgabe in der Pflege klassischer Musik, veranstaltet Orchester- und Kammermusikabende und nimmt nur Studierende auf, die deutschen Stammes sind, deutsche Art, deutsches Wesen pflegen wollen.“; bekanntestes Mitglied der AOV war Prinz Louis Ferdinand von Preußen (1907 – 1994), der jüngste Sohn des deut­schen Kronprinzen; Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 173 f.; Jess, Hartmut H.: Specimen Corporationum Cognitarum 2000. Das Lexikon der Verbindungen (Compact-Disk), 4. Folge Köln 2015, Nr. 10-050 Gr 7: Akade­mische Orchester-Vereinigung Berlin; DS 2 (1997), S. 12; Reimann, Otto: Bericht von Konzert, a.o.B.T. und Reichskommers der D.S. in Berlin, in: Breslauer Leopoldiner-Zeitung (künftig zit.: BLZ) 23/2 (1926), S. 19 – 21, hier S. 19 f.; a.o.B.T. = außerordentlicher Bundestag.

[48]     ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1925; Berichte: Kirsten, Herbert: Bericht über Berlin, in: DS 3 (1925), S. 45 – 47; Mitteilungen der DS 2 (1925), S. 50–52; Nugel, Otto: Bericht von Konzert, Bundestag und Reichskommers der Deut­schen Sängerschaft, in: BLZ 22/2 (1925), S. 20 – 22; Henke, [Wilhelm]: Kon­zert und Reichskommers 1925, in: VASOBM 5 (1925), S. 31 – 34; ders.: Reichskommers und Sängerschafterkonzert in Berlin, in: LPZ 37/4 (1925), S. 20; die Ankündigungsblätter und Finanzierungsvorschüsse durch den VAS-Schatzmeister, Prokurist Julius Neugebauer (Leopoldina Breslau, Arion Leipzig, Gotia Göttingen), Vorsitzender der VAS Leipzig, in: ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 15: Konzert, Reichskommerse, Nov. 1925 – Jan. 1932; s. a. Quill­feldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 43, 153, 170; N. N.: Taschenbuch der Deutschen Sängerschaft (Weim. CC.), Dresden 1930, S. 180; Wolffgramm, Alfred (Bearb.): Kleines Handbuch der Deutschen Sängerschaft (Weim. CC), Berlin 1979, S. V f.; Hauptausschuß der Deutschen Sängerschaft (Weim. CC) (Hg.): Handbuch der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC), 2 Teile, erst­erschienen als Loseblatt-Sammlung mit Fortsetzungen, o. O. 1993, E. Germ. 2; N. N.: Zeittafel VI, in: DS 1 (1957), S. 32; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152; Beger, Emil: Verband Alter Sängerschafter (V.A.S.) in Wei­mar e. V., in: Doeberl, Michael u. a. (Hg.): Das akademische Deutschland, Bd. 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger, Berlin 1931, S. 386 – 390, hier S. 390; Kötzschke, Richard: Geschichte des deutschen Männergesanges, hauptsächlich des Vereinswesens, Dresden o. J. (1926), S. 203; Bogenschneider, Germania Berlin (s. Anm. 38), S. 84; Steinbrecht, Hundert Jahre (s. Anm. 36), S. 20; Greifswalder und Rostocker Sängerschaft i. d. DS (Weimarer C.C.) Guilelmia-Niedersachsen zu Freiburg i. Br. (Hg.): Fuxenfibel, Freiburg i. Br. o. J., S. 13; dies. (Hg.): Guilelmia-Niedersachsen sei’s Panier. Virtuti et musis, Freiburg i. Br. 1993, S. 20; [Rostocker] Nie­dersachsen-Zeitung 2 (1925), S. 5; Naumann, Geschichte (s. Anm. 17), S. 19; Ssymank, Geschichte (s. Anm. 45), S. 15; vgl. Abromeit, Max/Barth, Herr­mann/Schäfer, August: Geschichte der Sängerschaft Gotia Göttingen, Görlitz 1927, S. 44; Schulze, Friedrich/Ssymank, Paul: Das deutsche Studententum von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, 4. Aufl. München 1932 (Nach­druck 1991 als: Studentenhistorische Bibliothek, 4), S. 473.

[49]     Bang (1879 – 1945) war ab 1911 im sächs. Finanzministerium tätig, zuletzt Oberfinanzrat, schied aber 1919 aus, da er den Eid auf die Republik nicht leisten wollte, bekämpfte die Weimarer Republik und trat für die Revision des Versailler Vertrags ein, 1920 während des Kapp-Putsches als Reichs­finanzminister vorgesehen, Mitgründer des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes, führend im Alldeutschen Verband, Präsidiumsmitglied der Vereinigten Vaterländischen Verbände, Vorstand der Gesellschaft Deutscher Staat und des Hauptvereins der Konservativen, Gründer und Vorstands­mitglied des Bundes für Nationalwirtschaft und Werksgemeinschaft, Auf­sichtsrat der „Deutschen Zeitung“ und weiterer Firmen, 1928 – 1933 Reichs­tagsmitglied für die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), 1933 – 1945 Gast der NSDAP-Fraktion, 1933 kurzzeitig Staatssekretär im Reichswirtschafts­ministerium, versuchte den Krieg zu verhindern, drei Verfahren wegen Hochverrats aus Mangel an Beweisen eingestellt; Niederstadt, Dieter: Rechtsradikale Wirtschafts- und Gesellschaftsvorstellungen in der Weimarer Republik zwischen Spannschule und Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung von Paul Bang, Diss. Münster i. W. 1972; Lilla, Joachim / Döring, Martin / Schulz, Andreas (Bearb): Statisten in Uniform. Die Mitglie­der des Reichstags 1933 – 1945. Ein biographisches Handbuch (Veröffentli­chung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der Poli­ti­schen Parteien), Düsseldorf 2004, S. 19; Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 575 f.; Peschel, Andreas: Bang, Paul (Pseudonyme: Wilhelm Meister, Spe­cator, Germanicus, Paul Franz, Eckart Mach), in: Sächsische Biografie, hg. v. Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.  https://www.isgv.de/ saebi/; Stand: 22. April 2020); s. a. Wagner, Reinhard: Paul Bang zum fünf­zigsten Geburtstag!, in: LPZ 41/3 (1929), S. 76 – 77.

[50]     VASOBM 5 (1925), S. 35, 37 f.; Hervorhebung im Original; vgl. Bang, [Paul]: Der Sängerschafts-Gedanke, in: DS 6 (1927), S. 144 – 147, auch in: LPZ 39/6 (1927), S. 45 – 46.

[51]     VASOBM 6 (1925), S. 50.

[52]     Kirsten, Bericht (s. Anm. 48), S. 47; Mitteilungen der DS 2 (1925), S. 50 f.; Nugel, Bericht (s. Anm. 48), S. 20 f.; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152.

[53]     Das von 250 Sängern am 24. Januar 1926 vorgetragene Festkonzert bestand aus zwei Teilen, „Kampf und Vaterland“ und „Kunst und Leben“. Im ersten wurden Carl Attenhofers „Sankt Michael. Ein Schlachtlied“, Carl Maria von Webers „Gebet vor der Schlacht“, Friedrich Silchers „Der gute Kamerad“, Albert Mehtfessels „Vaterlandslied“ und Hugo Kauns „Lied des Glöckners“ – es erntete besonders viel Beifall – vorgetragen, im zweiten das Vorspiel aus Richard Wagners „Meistersingern“, die Szene der Andromache aus „Achilles“ von Max Bruch, Carl Friedrich Zöllners „Einkehr“, Friedrich Silchers „Mein Eigen“, Franz Ottos „Blauer Montag“ und Johann Strauß’ „Wein, Weib und Gesang“. „Es gereicht unserem Verbande zur besondere Freude, daß der Herr Staatsminister a. D. Dr. Boelitz, welcher als aktiver preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in denk­würdiger Rede die D.S. auf ihrem Kommers am 24. August 1924 anläßlich des 9. Deutschen Sängerbundesfestes in Hannover begrüßte, dem Konzert mit seiner Frau Gemahlin in der Ehrenloge beiwohnte […] Der Konzertsaal der Staatl. Hochschule für Musik mit seinen 1000 Plätzen war zu dem Konzert mehr als voll besetzt und der Kaisersaal des ‚Rheingold‘ konnte die Kommersteilnehmer bei weitem nicht fassen.“; Hirche, Sängerschafterge­danke (s. Anm. 16); LPZ 38/5 (1926), S. 35; vgl. Reimann, Bericht (s. Anm. 47); TZZ 1 (1926), S. 3 f.; VASOBM 5 (1926), S. 48 – 60; dort auch die Presse­stimmen.

[54]     Das von 300 Sängern am 23. Januar 1927 vorgetragene Festkonzert bestand aus zwei Teilen, „Schwert“ und „Leier“, angelehnt an Theodor Körners „Leyer und Schwert“ (1813). Im ersten wurden Max Bruchs „Heldenfeier“, „Sichers Teutschland“, Karl Gläsers „Flamme empor!“, Karl Wilhelms „Die Wacht am Rhein!“ sowie von Hugo Kaun „Heimatgebet“, „Eine Kompanie Soldaten“, „Setz’ dich zur Wehr!“ und sein „Festmarsch“ vorgetragen, im zweiten die „Hymne an die Musik“ von Gustav Baldanus, Paul Stiebers (St. Pauli Leipzig) „Im Grünen“ nach Emanuel Geibel, Max Wiedemanns „Du deutsches Lied“, Mozarts „Weihelied“, Ferdinand Hummels „Lied der Al­ten Herren“ nach Worten von Heinrich Seidel (Polytechnischer Gesang­verein Hannover), „Aus der Jugendzeit“ nach Friedrich Rückert (St. Pauli Leipzig) und „Rückblick eines alten Burschen“ (O alte Burschenherrlichkeit) nach Eugen Höfling. Die AOV spielte Brahms’ „Akademische Festouver­türe“. „Festmarsch“, „Im Grünen“ und „Lied der Alten Herren“ waren Ur­aufführungen. „Den Abschluß des Konzertes bildete selbstverständlich un­ser ‚Neuer Frühling‘, begeistert gesungen und von dem gesamten Audito­rium stehend angehört.“ Das der Kommers am 24. Januar, dem Geburtstag Friedrichs des Großen, stattfand, ließ die nationalen Emotionen besonders hochgehen; DS 6 (1927), S. 171; N. N.: Konzert und Reichskommers in Berlin 24. Januar 1927, in: DS 4/5 (1927), S. 136 – 138; eine Abbildung des Reichs­konzerts in der Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg: DS 6 (1960), S. 377; die Rede: Doehring, Reichskommers (s. Anm. 28), S. 150 – 153; s. a. Teucke, Karl: Reichskommers 1927, in: LPZ 39/4 (1927), S. 24 – 25; TZZ 1 (1927), S. 6 – 8; Dörr, Konzert (s. Anm. 28), S. 34–40; die Pressestimmen: VASOBM 5 (1927), S. 41 – 47.

[55]     VM 7 (1932), S. 119; LPZ 45/3 (1933), S. 57; LPZ 45/4 (1933), S. 61 f.; TZZ 1 (1933), S. 14 f.; vgl. DS 1 (1933), S. 1: Einladung Dr. Carl Naumanns zu den Reichsveranstaltungen, Abbildungen von Konzert und Kommers; ein Be­richt: N. N.: Die Reichsgründungsfeier in Berlin, in: DS 2 (1933), S. 72 – 74; die Rede: Tänzler, Fritz: Reichskommersrede, in: DS 2 (1933), S. 34 – 37.

[56]     Die Rede zum Reichskommers 1928: Lietzmann, Hans: Rede auf dem Reichskommers 1928, in: DS 2 (1928), S. 33 – 36; Berichte zur „Reichsgrün­dungsfeier“ 1928: DS 2 (1928), S. 48–51; Reichenbächer, Karl-Heinz: Konzert und Reichskommers in Berlin, in: LPZ 40/3 (1928), S. 26 – 28; Kühn, Walther / Hahn, Günther: Reichsgründungsfeier der Deutschen Sängerschaft (Weim. C.C.), in: TZZ 2 (1928), S. 2 – 5; zu Reichskommers und -konzert am 27. / 28. Januar 1929: DS 10 (1928), S. 369; DS 2 (1929), S. 76 f.; Kröning, Reichs­kommers (s. Anm. 19), S. 152 f.; N. N.: Das 5. Konzert der D.S. (Weim. C.C.) in der Musikhochschule zu Berlin am 27. Januar 1929, in: LPZ 41/3 (1929), S. 63 – 65; TZZ 1 (1929), S. 3 f.; [Prager] Barden-Zeitung 3/4 (1929), S. 6 – 8; BLZ 26/2 (1929), S. 21 f.; N. N.: Zeittafel VII, in: DS 2 (1957), S. 138; zu den „Reichsveranstaltungen der DS.“ am 2. Februar 1930: Röntz, Wilhelm: Das Reichskonzert 1930, in: DS 2 (1930), S. 63 – 64; ders.: Konzert der „Deutschen Sängerschaft“ in Berlin, in: SV-Zeitung. Zeitschrift des Sondershäuser Ver­bandes Deutscher Sänger-Verbindungen und des Verbandes Alter SVer 47/2 (1930), S. 46 – 47; Grabau, C[arl].: Konzert der Deutschen Sängerschaft (Weim. C.C.) in der Staatl. Hochschule für Musik zu Berlin am 2. Februar 1930, in: LPZ 42/3 (1930), S. 55–56; zum Reichskonzert am 25. Januar 1931: Guttmann, Curt: Das Berliner Konzert der Deutschen Sängerschaft, in: DS 1 (1931), S. 40 – 41; Kröning, Erich: Sängerschaft im Angriff. Das Berliner Reichskonzert, in: LAZ 41 (1931), S. 64 – 76; Grabau, Carl: Das Konzert der Deutschen Sängerschaft (Weim. C.C.) am 25. Januar 1931 im Konzertsaal der Staatl. Hochschule für Musik, Charlottenburg, in: LPZ 43/3 (1931), S. 57 – 59; TZZ 1 (1931), S. 1 – 5; zu den Reichsveranstaltungen am 24. Januar 1932: N. N.: Reichskommers 1932, in: DS 3 (1932), S. 115; VM 1 (1932), S. 10; Böhm, Hans: Festrede am Reichskommers, in: DS 3 (1932), S. 117–121; Guttmann, Curt: Das Berliner Sängerschafterkonzert, in: DS 3 (1932), S. 116; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1924 – 1931.

[57]     Die beiden Stücke wurden dem Untertitel „Veranstaltungen“ (Stück 54 – 63) zugeordnet; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 1: Organisation der DS, Verfassung von 1929; die Verfassung ist abgedruckt in: N. N., Taschenbuch (s. Anm. 48), S. 17 – 29; s. a. ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 4: Protokolle der Bundestage, BT v. 23. – 24. Mai 1929; Kunze, Gerhard: Der ordentliche Bundestag 1929, in: DS 4 (1929), S. 156; Stukenberg, H.: Der Bundestag 1929 in Weimar, in: DS 4 (1929), S. 201 – 202, hier S. 201; Prause, Fritz: Bericht vom Bundestag 1929, in: BLZ 26/3 (1929), S. 59 – 61, hier S. 59 f.

[58]     DS 10 (1928), S. 369; DS 2 (1929), S. 76 f.; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152 f.; LPZ 41/3 (1929), S. 63–65; TZZ 1 (1929), S. 3 f.; [Prager] Barden-Zeitung 3/4 (1929), S. 6 – 8; BLZ 26/2 (1929), S. 21 f.

[59]     Röntz, Konzert (s. Anm. 56), S. 46 f.; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Festschrif­ten und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1930; Susen, Carl-Ludwig: Ein Leben dem deutschen Lied. [DS-]Ehrenmitglied Hugo Kaun, in: DS 6 (1962), S. 6 – 8, hier S. 8, gibt an, das Reichskonzert 1930 habe am 3. Februar stattgefunden; vom Reichskonzert 1931 wurde sogar eine Schallplatte aufgenommen; DS 5 (1931), S. 249; Guttmann, Kon­zert (s. Anm. 56), S. 40 f.; Kröning, Sängerschaft (s. Anm. 56), S. 64 f.; LPZ 43/3 (1931), S. 57 f.; TZZ 1 (1931), S. 1 f.; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Fest­schriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1931.

[60]     Zum SS 1928 gab Quillfeldt das Dirigentenamt auf, „um eine Prokuristen­stelle am 1. Mai in Köln anzutreten“; die Berliner VAS ernannte ihn zum ersten und einzigen Ehrenmitglied; vorläufiger Nachfolger wurde „Vbr. Kirmse (P.L.), Organist an der Friedenskirche“; Dörr, Abschieds-Kommers (s. Anm. 32), S. 6 – 8; vgl. VASOBM 2 (1928), S. 8 f., die Pressestimmen; Quillfeldt, DS-Handbuch (s. Anm. 18), S. 153, 170; DS 6 (1928), S. 201 f.; DS 2 (1929), S. 76 f.; Kröning, Reichskommers (s. Anm. 19), S. 152 f.; Naumann, Wilhelm von Quillfeldt (s. Anm. 32), S. 32. – Helmuth Thierfelder (1897 – 1966), Mitglied der Leipziger Universitäts-Sängerschaft St. Pauli und Ehren-AH Germania Berlins, war Kapellmeister in Leipzig und Schwerin, 1927 an der Berliner Staatsoper, dann Badekapellmeister in Friedrichroda i. Thür., 1932 zweiter Dirigent des Berliner Symphonie-Orchesters, 1932 Kapellmei­ster am Staatstheater Wiesbaden, dann beim Reichssender Hamburg, 1938 – 1964 Chefdirigent des 1934 gegründeten Niedersächsischen Symphonie-Or­chesters; Susen, Carl-Ludwig: „Immer bedingungsloses Schaffen“. Helmuth Thierfelder, in: DS 1 (1964), S. 17 – 21; Fischer, Chormeisterbuch (s. Anm. 37), S. 220; Ewens, Chorwesen (s. Anm. 37) 1954, S. 215; 1960, S. 284; Blume, Musik (s. Anm. 37) 1 (1949 / 1951), Sp. 1725; 5 (1956), Sp. 1476; DS 1 (1967), S. 27 f.; Deutsche Biographische Enzyklopädie 10 (1999), S. 7; vgl. Schulze / Ssymank, Studententum (s. Anm. 48), S. 473; N. N., Festschrift (s. Anm. 38), S. 19; Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Sängerschaft in der DS (Weim. C.C.) Germania (A.G.V. Berlin) 1867 – 1967, o. O. 1967, S. 15 f.; Stein­brecht, Hundert Jahre (s. Anm. 36), S. 20.

[61]     VASOBM 5 (1926), S. 49, 56 – 59; Dörr, Konzert (s. Anm. 28), S. 35, 39; VASOBM 5 (1927), S. 41 f., 45.

[62]     Jennie, eigentlich Olga Eugenie von Thillot-Thierfelder (1892 – 1977), 1921 – 1925 an der Oper in Helsinki, dann an deutschen Bühnen, 1949 – 1951 Leh­rerin der Opern-Klasse an der Sibelius-Akademie in Helsinki, dann dort an den Oper sowie in Tampere und Turku, 1961 Pro-Finnlandia-Medaille; Archiv der Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli in Mainz, Mainz, Personalia.

[63]     DS-Nachrichtendienst 1930/1, S. 1 f.; eine Einladung zum Reichskonzert un­ter ausdrücklichem Hinweis auf die Uraufführung findet sich in: Bundesar­chiv (s. Anm. 34), Schreiben v. 12. November 1929. Zum Komponisten, Diri­genten und Musikpädagogen Kaun (1863 – 1932), eines modernen Spät­romantikers, der sich selbst als „deutsch“ empfand und dessen Werke in Deutschland und den USA höchste Wertschätzung genossen, 1922 – 1932 Lehrer für Komposition am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium: Quillfeldt, Wilhelm von: Hugo Kaun, in: DS 4 (1932), S. 148 – 150; Susen, Hugo Kaun (s. Anm. 59); Schaal, Richard: Hugo Kaun. Leben und Werk, Diss. phil. Marburg a. d. Lahn 1944 (gedruckt 1948); Okrassa, Nina: Peter Raabe. Dirigent, Musikschriftsteller und Präsident der Reichsmusikkammer (1872 – 1945), Köln / Weimar / Wien 2004, S. 95 – 97; Neue Deutsche Biogra­phie 11 (1977), S. 362.

[64]     Kalbus (1890 – 1987) war auch Filmhistoriker und -produzent, seit 1920 bei der Ufa, 1927 Prokurist, 1933 Mitglied des Direktoriums, 1940 NSDAP-Mit­glied, der dritte Band seiner Filmgeschichte durfte jedoch nicht erscheinen, da er auch jüdische Filmkünstler behandelte, nach 1950 Verleihchef und Generaldirektor der deutschen Columbia, 1955 i. R.; Archiv der Sängerschaft Borussia Berlin, Berlin, Personalia.

[65]     Röntz, Reichskonzert (s. Anm. 56), S. 63 f.; DS-Nachrichtendienst 1930/2, S. 22 – 24; ebd., 1930/4, S. 39 – 44; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 14: Festschriften und Zeitungsartikel zu Konzerten und Reichskommersen der DS, 1930.

[66]     Naumann, Wilhelm von Quillfeldt (s. Anm. 32), S. 32; Laubmann, Wilhelm von Quillfeldt (s. Anm. 32), S. 33; bereits 1925 war Kaun beim Reichskonzert vertreten, 1928 erfolgte durch die DS die Uraufführung des „Feuerspruchs“; zum Konzert des Weimarer Bundestags 1927 erntete Kauns „Eine Kompanie Soldaten“ nach einem Text von Willi Kaufmann, dem Studentengesangver­ein Zürich eng verbunden, „tosende[n] Beifall“; Iklé, Hans: Der Studenten­gesangverein Zürich 1849–1974, o. O. o. J. (1974), S. 162; Kaun selbst schrieb: „Eine unerwartete besondere Ehrung wurde mir in einem Konzert (1928) zuteil, das die studentischen Sängerschaften (Weimarer CC) in Berlin unter Leitung Dr. v. Quillfeldts gaben: ich wurde zum Ehrenmitglied ernannt, und man überreichte mir das ‚Farbenband‘ der gerade in diesem Jahre Präsidierenden Sängerschaft Leopoldina Breslau. Ich habe mich später durch meine akademische Ouverture ‚Iuventuti et patriae‘ erkenntlich ge­zeigt. Das Werk wurde unter der temperamentvollen Leitung von Dr. Thier­felder in Berlin uraufgeführt, und bald danach von den beiden Meisterdiri­genten Ernst Wendel (Bremen) und Peter Raabe (Aachen) wiederholt.“; Su­sen, Hugo Kaun (s. Anm. 59), S. 8; vgl. Kröning, Erich: Weimar 1927, in: LAZ 37 (1927), S. 119 – 121, hier S. 120.

[67]     Kröning (1897 – 1973) war nach dem Kriegsnotabitur ab 1916 Kriegsfreiwilli­ger im 2. Königl. Sächs. Grenadier-Rgt. Nr. 101 und kämpfte in Frankreich, Rußland und Serbien, 1919 cand. theol. in Leipzig und Tübingen, dort Mit­glied der Sängerschaften Arion bzw. Zollern – später auch der Prager Uni­versitäts-Sängerschaft Barden –, Hilfsarbeiter in einer Bank, 1923 cand. The­ol. in Leipzig-Gohlis und Hilfsgeistlicher in Leipzig-Connewitz, 1924 ordi­niert, 1925 – 1946 3., 1946 – 1950 2. Pfarrer an der Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig-Connewitz, zuständig für die Teilgemeinde Leipzig-Marienbrunn, 1950 bis zur Pensionierung im Herbst 1966 Pfarrer in Marienbrunn, maßgeb­lich verantwortlich für den Bau des Gemeindehauses usw.; Kröning war 1927 – 1932 DS-Schriftleiter, 1931 Schiffsgeistlicher auf der Nordmeerfahrt deutscher Akademiker, nach 1933 Mitglied der Bekennenden Kirche, ab Ende der 1940er Jahre sehr aktiv in der „Jungen Gemeinde“ und bekannt als Gegner von SED u. DDR; Evangelisch-Lutherisches Landeskirchenamt Sach­sens, Landeskirchenarchiv, Dresden, Personalunterlagen: Johann Erich Willy Kröning (1897 – 1973); Archiv des Verfassers, Nachlaß Erich Kröning; Grünberg, Reinhold (Bearb.): Sächsisches Pfarrerbuch. Die Parochien und Pfarrer der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens (1539 – 1939), Freiberg i. Sa. 1939/1940, S. 483; N. N.: Pfarrer Erich Kröning, in: Mitteilungsblatt „Verein der Freunde von Marienbrunn e. V.“ 17/4 (2010), S. 4 – 5; Wilhelm, Georg: Die Diktaturen und die evangelische Kirche. Totaler Machtanspruch und kirchliche Antwort am Beispiel Leipzigs 1933 – 1958 (Arbeiten zur kirchli­chen Zeitgeschichte, Reihe B, Darstellungen, 39), Göttingen 2004, S. 170 f., 391, 393, 449 f., 454; Lönnecker, Harald: „Pauliner-Wochenblatt“ – „Akade­mische Sängerzeitung“ – „Deutsche Sängerschaft“: Periodische Veröffentli­chungen der Sängerschaften und ihrer Verbände seit 1831. Ein Beitrag zur Quellenkunde akademischen Sängerwesens, in: EuJ 62 (2017), S. 383 – 436, hier S. 400 – 403; ders.: Nachlaß Pfarrer Erich Krönings, in: DS 3 (2002), S. 17.

[68]     Kröning, Weimar (s. Anm. 66), S. 120; vgl. VASOBM 5 (1927), S. 41; Klenke, Dietmar / Lilje, Peter / Walter, Franz: Arbeitersänger und Volksbühnen in der Weimarer Republik (Solidargemeinschaft und Milieu: Sozialistische Kul­tur- und Freizeitorganisationen in der Weimarer Republik, 3 = Politik und Gesellschaftsgeschichte, 27), Bonn 1992, S. 223, schrieb über „Eine Kompanie Soldaten“: „Der Gesang führte in farbiger Schilderung und zackig bewegten Marschrhythmus den heldenhaften Schlachtentod im Granatfeuer vor; auf gespenstisch martialische Weise überspielte man hier die Sinnlosigkeit und das Grauen des Weltkrieges.“

[69]     VASOBM 5 (1926), S. 55; entsprechend dichtete und vertonte 1927 K. Schwarz-Berlin ein „Begrüßungslied“: „Vielleicht wird’s doch noch mal ge­schehen, / Daß wir die Deutschen einig sehen, / Vielleicht wird uns noch mal geschenkt, / Daß jeder Deutsche deutsch auch denkt!“; VASOBM 5 (1927), S. 46.

[70]     Das war die Absicht der Veranstalter; ADSF (s. Anm. 18), 1.1.1. 4: Protokolle der Bundestage, BT v. 12. Juni 1930, BT v. 26. – 28. Mai 1931.

[71]     S. Anm. 55.

[72]     Loheyde, Gerhard: Ansprache bei der Feierstunde der Berliner DS am 28. Januar 1934, in: DS 2 (1934), S. 34 – 37.

[73]     Am 29. Januar 1934; VM 2 (1934), S. 25.

[74]     Obwohl das durchaus versucht wurde; Kleifeld, Helge: Deutschland als Passion. Dokumentation der Gesamtdeutschen Tagungen des Coburger Convents und der Deutschen Sängerschaft 1956 – 1991 (Historia Academica, Sonderbd. 2), Würzburg 1999; ders.: „Wende zum Geist“? Bildungs- und hochschulpolitische Aktivitäten der überkonfessionellen studentischen Korporationen an westdeutschen Hochschulen 1945 – 1961 (Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, 12), Köln 2002, S. 221 – 244.

Indexbild: Harald Lönnecker bei der Alfried-Krupp-Stiftung, Greifswald 2017. Rechte: Katja Kottwitz / Wikimedia Commons.

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