Carl Friedrich Goerdeler gehört zu den profiliertesten Köpfen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Er formte eine Kabinettsliste für eine Regierung nach Hitler – bis heute eine wichtiges Indiz für die Bedeutung von Widerstandskämpfern. Weniger bekannt ist, dass er korporiert war, AH der Eberhardina Tübingen im CC, der heutigen Alten Turnerschaft Eberhardina-Markomannia zu Tübingen. Im AKSt wurde natürlich auch zu Goedeler bereits geforscht. Der nun folgende Text basiert auf einem Beitrag, der in unserem Tagungsband 2019 erschien.
Die Studienzeit Carl Friedrich Goerdeler fand bisher nur an zwei Stellen nennenswerte Beachtung in der Forschung zum deutschen Widerstand.[1] Fast ausschließlich lagen ansonsten bis dato die Zeit unter dem Nationalsozialismus und die damit einhergehende Frage zur Positionierung Goerdelers zum Regime und zu Juden, aber auch der berufliche Aufstieg und die regionalpolitischen Verknüpfungen in Preußen im Fokus der Forschung. Zusammenfassend formuliert wohl Christoph Markschies am treffendsten: „Über das Tübinger Studium selbst ist in der Goerdeler-Literatur wenig zu lesen, und die […] Jugenderinnerungen brechen vorher ab.“[2] Bemerkenswert für Studentenhistoriker: Carl Friedrich Goerdeler war Turnerschafter. Seine Eberhardina hatte in jenen Jahren ihre Konstante im Gasthof „Zur Linde“ in der Rottenburger Straße 1, Ecke Derendinger Straße, am Rand der Tübinger Altstadt, in Richtung der Vorstadt Derendingen. Dort war er dementsprechend regelmäßig anzutreffen.

Carl Friedrich Goerdeler studierte ab dem Wintersemester 1902/1903 bis zum Wintersemester 1903/1904 drei Semester an der Tübinger Universität. Inhaltlich lassen sich drei Studienschwerpunkte ausmachen, die in etwa die gleichen Anteile haben: Einführungsvorlesungen zum bürgerlichen Recht, Römisches Recht und historische Vorlesungen. Goerdelers eigene Aussage „wenige Vorlesungen, meist allgemein bildender Art, vornehmlich historische, gehört“[3] lässt sich insofern unterstützen, als dass die juristischen Veranstaltungen für ihn wohl eher historische oder politische als fachlich-vertiefende Aspekte hatten.
Gerhard Ritter schloß aus Goerdelers Aussage darauf, dass er „also das juristische Studium nicht allzu wichtig genommen“[4] habe. Allerdings sind Vorlesungen zum Römischen Recht in erster Linie als historisch zu verstehen, wobei sie einem grundlegenden Verständnis juristischer Materie dienen. Zusammen mit den Einführungsvorlesungen zum bürgerlichen Recht kann man also, etwas anders als Ritter es sieht, durchaus von einem Grundlagenstudium der Rechtswissenschaften sprechen. Die besuchten historischen Vorlesungen lassen sich als profunde Ergänzung verstehen. Sie beziehen sich auf „Das Zeitalter Napoleons und der Freiheitskriege“,[5] „Die Entwicklung des preußischen Staates“,[6] die „Geschichte der neusten Zeit“[7] und „Die Streitigkeiten der deutschen Staaten mit der katholischen Kirche“[8] und somit auf politische Themen, die im engen Zusammenhang mit der Entstehung des Kaiserreichs und den tagespolitischen Problemen der damaligen Zeit standen. Die Beschäftigung mit der preußischen Staatsgeschichte ist vermutlich auch im Zusammenhang mit der „friderizianischen Tradition“[9] der westpreußischen Beamtenfamilie Goerdeler zu sehen. Die Auseinandersetzung mit der Entwicklung Preußens diente zugleich dazu, die Position der eigenen Familie im Beamtenbürgertum innerhalb des Staates zu reflektieren; sie diente somit der Definition des eigenen Selbstbildes. Die besuchten Vorlesungen festigten bereits vorhandene Ansichten, die im Elternhaus tradiert wurden. Sie bildeten daher gewissermaßen die Fortsetzung der von den Eltern begonnenen Erziehung: „Es fehlte auch nicht an musischen Interessen; aber die politisch-historische Bildung stand doch, dem Stil dieses Lebenskreises entsprechend, weitaus im Vordergrund. Die Mutter las gern Biographien, Memoiren, geschichtliche Werke, und abends im Familienkreise gab es immer viel politische Debatten, vollends seit der Vater 1899 freikonservativer Landtagsabgeordneter geworden war.“[10]
Ein fröhlicher Korporierter
In den Strafakten der Universität finden sich zu Carl Goerdeler drei Einträge für Bußgelder. Am 2. März 1903 zahlte der Student vier Mark Strafe „wegen Ruhestörung“[11] und im selben Jahr nochmals vier Mark „wegen verbotenem Singens.“[12] 1904 folgte ein weiteres Bußgeld über fünf Mark, wegen desselben Delikts. Die Strafen stehen vermutlich im Zusammenhang mit Ausflügen der Aktivitas der Eberhardina. Carl Goerdeler war am 21. Januar, zusammen mit den anderen Brandfüxen, geburscht worden und focht auf dem Pauktag am 23. Februar eine Partie.[13] Das Aktivensemester endete – nach einer abschließenden Kneipe am 26. Februar – am 5. März, sodass davon auszugehen ist, dass die jungen Burschen in dieser Zeit feuchtfröhlich durch Tübingen zogen und dabei im Übermut vermutlich auch für die eine oder andere Ruhestörung verantwortlich waren.[14] Anlass für das Bußgeld Goerdelers war offenbar eine Abschiedsfeier: „Am Montag den 2. März feierten die uns zu Ostern verlassenden a. B. a. B. ihren Abschied von Tübs auf der Exkneipe.“[15]
Das Fechten war dabei insbesondere eine Vorliebe von Carl Friedrich und Fritz Hermann Goerdeler. In den Altherrenzeitungen aus ihrer Aktivenzeit finden sich insgesamt sieben verzeichnete Mensuren zu Carl[16] und acht zu seinem jüngsten Bruder, Fritz Goerdeler,[17] in deren Verlauf fast ausnahmslos „Blutige“ – also Treffer – vom Protokollanten festzuhalten waren.
Innerhalb der Korporation genoß Carl Goerdeler offenbar großes Ansehen. Für die unparteiische Teilnahme an einem Ehrengericht, erhielt er beispielsweise seitens des Convents zeitlich befristete Altherrenrechte zugesprochen.[18] Er war Erstchargierter der Aktivitas, Schriftwart und Kassenprüfer. Während seiner Aktivenzeit hatte er zudem mehrere Leibfüxe und erhielt nach seinem Studienortswechsel die Erlaubnis des Convents, auch in Königsberg bei den dortigen Korporationen im Band auftreten zu dürfen.[19] Möglicherweise kam über Carl Friedrich und seinen gleichfalls bei Eberhardina aktiven Bruder Fritz Hermann Goerdeler auch der Kontakt zur Königsberger Turnerschaft Markomannia zustande, die 1951 mit Eberhardina zur Alten Turnerschaft Eberhardina-Markomannia zu Tübingen fusionierte. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass vor allem Carl Goerdeler auf kommunalpolitischer Ebene mit den Korporationen in Preußens alter Königsstadt verschiedentlich zu tun gehabt haben dürfte, und zwar in seiner Zeit als Zweiter Bürgermeister der Stadt Königsberg.
Das Umfeld im Widerstand
Wir blicken in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, in den Widerstand gegen Hitler. Goerdeler war der wohl aktivste und effizienteste zivile Widerstandskämpfer. In seiner letzten Ministerliste, der des Schattenkabinetts Beck/Goerdeler aus dem Juli 1944, wird Ulrich von Hassell als Hauptkandidat für das Außenministerium betrachtet, Eugen Bolz als möglicher Kultusminister.[20] Diese Ämterverteilung deutet darauf hin, dass diese beiden Personalien, im Gegensatz zu einigen anderen potentiellen Kandidaten, für Goerdeler scheinbar fest zum Kern des neuen Kabinetts gehörten. Die Grundlage dieses Vertrauens lag eventuell in der Studienzeit begründet, die alle drei nach Tübingen geführt hatte. Ulrich von Hassell setzte für drei Semester vom Sommer 1900 bis zum Sommer 1901 sein in Lausanne begonnenes Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen fort und absolvierte in dieser Zeit eine Aktivenzeit beim dortigen Corps Suevia, bevor er nach Berlin wechselte. Der Studienschwerpunkt lag hier, sofern er die Veranstaltungen denn tatsächlich besuchte,[21] auf dem bürgerlichen Recht, insbesondere in Einführungsvorlesungen zum Bürgerlichen Gesetzbuch, welches zu diesem Zeitpunkt erst neu in Kraft getreten war. Dazu kamen einzelne Veranstaltungen zum deutschen Staatsrecht und seiner Geschichte.[22] Angemerkt sei, dass in der Studentenakte im Sommersemester 1901 die Veranstaltung Konkursrecht in anderer Farbe gestrichen wurde, möglicherweise wegen des Nichtbestehens des Testats. Eventuell ist dies auch ein Beleg dafür, dass die Aktivenzeit in einer Korporation dem Studium schon damals nicht besonders förderlich gewesen sein dürfte.
Ein sehr umstrittenes Thema der Forschung zu Carl Goerdeler ist dessen Haltung zum Judentum und zu jüdischen Mitbürgern. Bei Christoph Markschies findet sich eine übersichtliche Zusammenfassung, die zeigt, dass Goerdelers Bild des Judentums von der Jugend hin zur Amtstätigkeit als Oberbürgermeister Leipzigs einem starken Wandel unterworfen war. Eine ausführliche Studie zu Goerdelers Kritik an der Judenverfolgung der Nationalsozialisten, die detailliert die Schriften der 1930er Jahre und die Ereignisse in Leipzig beschreibt, findet sich bei Peter Hoffmann.[23] Allerdings fällt die Darstellung insgesamt sehr einseitig zu seinen Gunsten aus, weshalb die offen bekundete Antipathie Goerdelers gegen Juden, insbesondere aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg nur wenig Beachtung findet.[24] Dieses komplexe Thema lässt sich jeweils nur innerhalb der verschiedenen Lebensabschnitte fassen, da diese die jeweils aktuelle Sicht Goerdelers zu dieser Materie klar aufzeigen. Eine übergeordnete Zusammenfassung der extrem divergierenden Äußerungen seinerseits ist kaum möglich. Unter dem Eindruck der staatlich organisierten, massiven Gewalt gegen jüdische Mitbürger, stellte sich Goerdeler schützend vor einen Teil der jüdischen Kultur in Deutschland und provozierte damit die eigene Benachteiligung durch das NS-Regime.
Ein Gesamtbild kann jedoch nur entstehen, wenn man neben die späteren Ansichten auch die des jungen Studenten setzt und neben die Erfahrungen von Weltkrieg, Staatswechseln und dem Untergang des Rechtsstaats die Prägung eines jungen, konservativen Westpreußen im Kaiserreich. In einem von Goerdeler verfassten Aktivenbericht aus dem Februar 1904 findet sich eine ganz andere Auffassung gegenüber Juden, die dieses Bild ein Stück weiter vervollständigen kann: „Ein größerer Teil unserer Konventsverhandlungen in diesem Quartal bezog sich auf unsere Stellung zu den in letzter Zeit in Tübingen leider recht zahlreich erschienenen Juden. Verschiedene Prügeleien zwischen ihnen und anderen Studenten machten uns auf diese Herren aufmerksam. Da wir infolge mehrfacher Erkundigungen Grund zur Annahme hatten, es könnte sich im nächsten Semester eine jüdische Verbindung auftun, so kamen wir zu dem Entschlusse, nicht für uns allein eine abwartende Stellung einzunehmen, sondern im Verein mit den anderen schlagenden Verbänden und Korporationen vorzugehen. Meine Besprechungen mit den betreffenden ersten Chargierten ließen diesen Weg als erfolgreich erscheinen und so beriefen wir auf den 6. II. eine Vertreterversammlung, die von uns geleitet, einstimmig den Antrag unseres Vertreters annahm. Er lautet: ‚Die schlagenden Korporationen Tübingens mit eigenen Waffen sprechen den Angehörigen von Verbindungen mit jüdischen Tendenzen die Satisfaktionsfähigkeit ab.‘ Damit haben wir vor anderen Universitäten viel voraus und können hoffentlich unserem lieben Tübingen den Vorzug der Judenreinheit und damit des anständigen Tones erhalten. Vorläufig aber gehen wir größeren Teils zur Kneipe nur mit handfesten Stöcken bewaffnet.“[25]
Entscheidender Wandel: Carl Goerdeler und das Judentum
Der latente Antisemitismus des Berichts ist nicht von der Hand zu weisen und überrascht in seiner Schärfe, wenn man Goerdelers spätere Haltung zum Judentum dazu vergleicht. Die Überzeugung, das Judentum, auch mit Gewalt, aus Tübingen heraushalten und entfernen zu müssen, wird in den Formulierungen sehr deutlich und spiegelt offenbar auch seine persönliche Haltung dazu wider. Der Student Goerdeler wollte, genauso wie seine Kommilitonen des eigenen Bundes und wie die anderer Korporationen, verhindern, dass sich jüdische Studenten, oder jüdische Korporationen am Ort ansiedelten. Die Gründung einer jüdischen Korporation verstanden sie als einen Angriff auf die eigenen Prinzipien. Diese Meinung steht in direktem Widerspruch zu Goerdelers Verhalten gegenüber der NSDAP und den Repressionen gegen Juden in Leipzig zur Mitte der 1930er Jahre.[26] Die Abwehrhaltung gegenüber dem jüdischen Bildungsbürgertum in Form von Studenten steht dabei im Kontrast zu dem von Markschies skizzierten Bild, nach dem Goerdeler einer positiven „Konzentration auf bildungsbürgerliche Erscheinungen des Judentums“[27] folgte, entspricht aber der dort bereits anklingenden Ambivalenz: „Wieder geht es um bildungsbürgerliches Kulturgut, um Zeugnisse des assimilierten Judentums; es geht nicht um jüdische Mitbürger.“[28]
Peter Hoffmann ist es gelungen, die Veränderung der Goerdelerschen Weltsicht zu erklären, und zwar durch die Erlebnisse des Hauptmanns im Stab der 10. Armee unter General Falkenhayn im Polen direkt nach dem Ersten Weltkrieg: „Er hatte unmittelbare Kenntnis von vielen Gräueltaten, Pogromen, Plünderungen, Misshandlungen und Morden an Juden, die in Polen und Weißrussland sowie in anderen osteuropäischen Staaten in den Jahren 1918 bis 1921 mit Billigung oder Ermutigung durch die jeweiligen Regierungen geschahen.“[29] Dem Gerechtigkeitssinn des Juristen Goerdeler konnten diese Vorgänge mutmaßlich nicht entsprechen. Allerdings fehlen schriftliche Belege seiner Ansichten zu dieser Zeit, die eine Positionierung klarer eingrenzen könnten. Diese finden sich dann umso klarer und in großer Zahl in den 1940er Jahren, insbesondere aus der Haft in Berlin-Plötzensee:[30] „In seiner Denkschrift ‚Das Ziel‘ von 1941 legte Goerdeler seine grundsätzliche Haltung zur ‚Judenfrage‘ eindrücklich dar, indem er sich für die Schaffung eines jüdischen Staates in Kanada oder Südamerika einsetzte und damit an Vorstellungen anknüpfte, die immerhin Gegenstand der Beratungen auf der internationalen Konferenz von Evian im Spätsommer 1938 gewesen waren. Auf dieser Grundlage wollte er die in Deutschland lebenden Juden als reguläre Ausländer behandeln, ihnen mit der Staatsbürgerschaft das Wahlrecht und den Zugang zu öffentlichen Ämtern entziehen, sie aber wirtschaftlich auf die gleiche Ebene wie die deutsche Bevölkerung stellen.“[31]
Seine Auffassung eines funktionierenden Rechtsstaats jedenfalls auch den frühen Ressentiments deutlich übergeordnet. Bei Goerdeler hatte zweifelsohne ein entscheidender Wandel zu einem positiven Verhalten gegenüber jüdischen Mitbürgern und ihrer Kultur stattgefunden. Hans Mommsen hält fest, dass Goerdeler verlangte, „die auf die Expropriierung und soziale Segregierung des deutschen Judentums gerichteten Maßnahmen wie dessen Entrechtung unverzüglich rückgängig zu machen.“[32] Dies sei nicht nur aus außenpolitischen Gründen zur Wiederherstellung des deutschen Ansehens, sondern auch der deutschen Selbstachtung und um der Gerechtigkeit willen geboten gewesen. Nochmals Mommsen: „In dem Text der vorbereiteten ‚Regierungserklärung‘ wurde Goerdeler deutlicher: ‚Die Judenverfolgung‘, heißt es dort, ‚die sich in den unmenschlichsten und unbarmherzigsten, tief beschämenden und gar nicht wiedergutzumachenden Formen vollzogen hat, ist sofort eingestellt.‘“[33]
Auf persönlichen Befehl Hitlers

Carl Friedrich Goerdeler gehört zu den Korporierten im Widerstand, und er war über seinen Studienort Tübingen mit verschiedenen Zirkeln eng vernetzt, die aktiv am Sturz Hitlers arbeiteten. Zu nennen sind hier auch die Freiburger Kreise und Dietrich Bonhoeffer.[34] Goerdeler am 12. August 1944 verhaftet. Am 8. September 1944 verurteilte ihn der Volksgerichtshof unter dem Vorsitz Roland Freislers zusammen mit Wilhelm Leuschner, Josef Wirmer und Ulrich von Hassell wegen „Verrats am Volke“ zum Tode. In der Hoffnung, von ihm die Namen weiterer Verschwörer durch Folterungen zu erfahren, wurde seine Hinrichtung allerdings immer wieder verschoben. Doch Goerdeler, der alle Namen kannte, verriet niemanden.
Am 2. Februar 1945 endete dann Goerdelers Leben nach schlimmen Wochen der Folter und der Ungewissheit gewaltsam, am selben Tag übirgens wie das des Jesuitenpaters Alfred Delp S.J.; auf persönlichen Befehl Hitlers wurden beide, Goerdeler und Delp, in Berlin-Plötzensee durch grausames Erhängen an einer Drahtschlinge hingerichtet. Wenige Tage vor ihnen starb der gleichfalls höchst bedeutende Widerstandskämpfe Hellmuth James Graf v. Moltke. Mit Dietrich Bonhoeffer sollte Hitlers persönlicher Todesbefehl im übrigen einen weiteren Korporierten treffen. Bonhoeffer war Alter Herr der Verbindung „Igel“, gleichfalls in Tübingen.
[1] Markschies, Christoph, „Carl und Friedrich Goerdeler“, in: Mehlhausen, Joachim, Zeugen des Widerstands, Tübingen 1996, S. 142 – 172; Hille, Claudius, Die Studienzeit der vier Brüder Goerdeler – Überzeugungen, Inhalte und Perspektiven, in: Die Vorträge der 79. deutschen Studentenhistorikertagung Jena 2019, Beiträge zur deutschen Studentengeschichte, Band 36, München 2020, S. 137 – 154,: dort auch die Langfassung dieses Textes, ursprünglich auch zu den drei Brüdern Goerdelers.
[2] Markschies, S. 145.
[3] Zitiert nach: Ritter, Gerhard, Carl Goerdeler und die deutsche Widerstandsbewegung, Stuttgart 1954, S. 18.
[4] Ritter, S. 18.
[5] Studentenakte „Goerdeler, Karl“, 40 / 72 Nr. 18, Universitätsarchiv Tübingen, S. 5.
[6] Ebd., S. 7.
[7] Ebd., S. 9.
[8] Ebd., S. 7.
[9] Tiefensee, Gerd-Dietrich, „Dr. Carl und Dr. Fritz Goerdeler. Zwei Turnerschafter im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“, in: Österreichischer Verein für Studentengeschichte (Hrsg.), Korporierte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Wien 1997, S. 184.
[10] Ritter, S. 17.
[11] Strafakten, 122 / 19 Nr. 1718, Universitätsarchiv Tübingen.
[12] Ebd..
[13] Vgl. Simon, Karl, „Aus Tübingen“, in: Eberhardiner-Zeitung, 8. Jg., Nr. 3, 1903, S. 34.
[14] Vgl. Simon, S. 36.
[15] Simon, S. 36.
[16] Vgl. Eberhardiner-Zeitung, 8. Jg, 1903, Nr. 3, S. 34 und 45; Nr. 8, S. 103 und 9. Jg., 1904, Nr. 1, S. 19; Nr. 2, S. 34; Nr. 3, S. 61.
[17] Vgl. Eberhardiner-Zeitung, 9. Jg, 1904, Nr. 7, S. 129; Nr. 9, S. 170 und 10. Jg., 1905, Nr. 1, S. 4 und 5; Nr. 2, S. 21 – 22; Nr. 6, S. 81 – 82; Nr. 7, S. 93.
[18] Vgl. Burschenconventsprotokolle der Turnerschaft Eberhardina: 5. ord. BC v. 5/XI 04, Tübingen 1904.
[19] Vgl. Burschenconventsprotokolle der Turnerschaft Eberhardina: 10 ord. BC am 11. Mai 1904, Tübingen 1904.
[20] Ritter, Gerhard, Carl Goerdeler und die deutsche Widerstandsbewegung, Stuttgart 1954, S. 603.
[21] Vgl. Markschies, S. 146: „Die Erinnerungen Ulrich von Hassells sprechen hier eine deutliche Sprache: ‚Im dritten Semester betrat ich die Universität nur einmal, nämlich als ich in ihrer Nähe ein menschliches Rühren spürte und den betreffenden Zufluchtsort aufsuchte.‘“
[22] Vgl. Studentenakte „Hassell v., Ulrich“, 40 / 85 Nr. 62, Universitätsarchiv Tübingen.
[23] Hoffmann, Peter, Carl Goerdeler gegen die Verfolgung der Juden, Köln 2013.
[24] Vgl. hierzu auch: Brechtken, Markus, „Der Widerstand und die Juden. Peter Hoffmann: Carl Goerdeler gegen die Verfolgung der Juden“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, Rezension vom 29. Juli 2013, online abrufbar unter https://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/peter-hoffmann-carl-goerdeler-gegen-die-verfolgung-der-juden-der-widerstand-und-die-juden-12310492.html
[25] Goerdeler, Carl, „Aus Tübingen“, in: Eberhardiner-Zeitung, 9. Jg., Nr. 2, 1904, S. 33 – 34.
[26] Details hierzu finden sich bei Markschies, S. 159 – 164.
[27] Markschies, S. 160.
[28] Markschies, S. 161.
[29] Hoffmann, S. 53.
[30] Vgl. hierzu Mommsen, Hans, Alternative zu Hitler. Studien zur Geschichte des deutschen Widerstands, München 2000, S. 384 – 391.
[31] Mommsen, S. 390.
[32] Ebd.
[33] Mommsen, S. 390 f.
[34] Siehe dazu: Sigler, Sebastian, Franz Böhm – wie einer der Väter der sozialen Marktwirtschaft der Gestapo entkam, in: ders. (Hrsg.): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler, Berlin 2015, S. 229 – 248; ders., Denken und Handeln für Wahrheit und Freiheit – das Lebenswerk Walter Euckens, in: ebd., S. 249–268.

